Navigieren in Biel

Umwelt-Tipps

Die folgenden praktischen Tipps und weiterführende Links animieren zu einem umwelt- und klimafreundlicheren Verhalten im Alltag. Jede Woche wird einer dieser Tipps im Amtlichen Anzeiger Biel/Leubringen publiziert. Die komplette Sammlung aller publizierten Beiträge finden Sie hier (in Textform und als PDF zum Downloaden):

Umwelt-Tipp 1: Velofahren und gratis pumpen

Velofahren ist umweltfreundlich und macht Spass – vor allem mit prallen Reifen. Nun stehen in der Stadt Biel 15 öffentliche Pumpstationen bereit.

Die Mobilität hat in den letzten 100 Jahren stark zugenommen. Doch unsere Fortbewegungsmittel verbrauchen viel Energie. Wer schon nur kurze Strecken mit dem Velo zurücklegt, tut etwas für die Gesundheit und die Umwelt. Um das Velofahren noch angenehmer zu machen, stehen der Öffentlichkeit nun über die Stadt verteilt insgesamt 15 Pumpstationen zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung – einige davon sogar rund um die Uhr. Sportgeschäfte, Velohändlerinnen und -händler sowie Tankstellen von Bözingen bis fast ans Seeufer beteiligen sich an der Aktion. Bei einigen können auch Elektrovelo-Akkus aufgeladen werden.

Nun heisst es aufs Velo oder Elektrovelo umsteigen und sich jederzeit mit genügend Luft in der Stadt fortbewegen.

Interaktive Karte der Pumpstationen und Broschüre zum Downloaden: www.biel-bienne.ch/velopumpen

Umwelt-Tipp 2: WC-Reinigung - es geht auch ohne Chemie

Chemische WC-Reiniger tragen zur Verschmutzung der Gewässer bei. Wer die Reiniger selbst macht, spart Geld und tut etwas für die Umwelt.

Flüssige WC-Reiniger und WC-Steine enthalten viele chemische Stoffe. Sie lösen Kalk-, Schmutz- und Urinablagerungen auf und verbreiten einen frischen Duft. Ihre aggressiven Inhaltsstoffe wie Tenside, Desinfektionsmittel, Farb- und Duftstoffe, Verdickungsmittel schädigen aber die Ökosysteme. Denn nicht alle Chemikalien werden in der Abwasserreinigungsanlage vollständig beseitigt.

Dabei lässt sich das WC auf einfache Art ohne schädliche Chemikalien reinigen: Man verteilt ein paar Esslöffel Zitronensäure und einen Esslöffel Natronpulver gleichmässig in der WC-Schüssel.

Erhältlich sind diese Stoffe für wenig Geld in jeder Apotheke. Im Kontakt mit Wasser schäumen sie auf, lösen Rückstände und neutralisieren Gerüche. Eine wöchentliche Anwendung reicht aus, um das WC sauber zu halten. Das schont die Umwelt und kostet erst noch weniger.

Umwelt-Tipp 2 zum Downloaden: WC-Reinigung: Es geht auch ohne Chemie [pdf, 899 KB]

Umwelt-Tipp 3: Ernährung - jetzt ist Hochsaison für Kürbisse

Wer regionale und saisonale Lebensmittel kauft, schont die Umwelt und verbessert die eigene Ökobilanz. Aktuell erhältlich: Kürbis aus dem Seeland.

Der Kürbis zählt zu den ältesten Kulturpflanzen und stammt ursprünglich aus Südamerika. Weltweit sind rund 800 Kürbissorten bekannt. Kürbisse bestehen zu 90 Prozent aus Wasser und sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien.

Ob als Püree, im Kuchenteig, als Suppe, im Ofen gegart, oder zu Konfitüre verarbeitet – Kürbisse sind vielseitig einsetzbar. Einige Sorten
wie der Hokkaido-Kürbis lassen sich unbehandelt an einem kühlen Ort den ganzen Winter über lagern. Auch  in Einmachgläsern (zum Beispiel
süss-sauer eingelegt) ist das aromatische Gemüse sehr lange lagerfähig. Zum Kochen und Essen eignen sich neben dem Fruchtfleisch auch die Kerne und die Blüte.

Bei der Wahl der Sorte lässt man sich am besten von einem lokalen Landwirt beraten. Wer umweltfreundlich handeln
will, achtet beim Kauf auf regionale Herkunft und die Bio-Knospe.

Umwelt-Tipp 3 zum Downloaden: Ernährung - jetzt ist Hochsaison für Kürbisse [pdf, 1.4 MB]

Umwelt-Tipp 4: CodeCheck - die App für umweltverträgliche Produkte

Bedenklich oder unbedenklich? Dank «CodeCheck» kann man Produkte mit problematischen Inhaltsstoffen mit dem Smartphone entlarven.

Enthält diese Schokolade Palmöl? Welches Deo ist aluminiumfrei? In welchem Shampoo finden sich keine kritischen Konservierungsstoffe? Diese Fragen stellen sich oft, wenn man vor dem Verkaufsregal steht. Die App «CodeCheck» setzt genau hier an: Man scannt den Barcode eines Produktes und erhält sofort einen Bewertungskreis. Ist dieser mehrheitlich rot, so enthält das Produkt Inhaltsstoffe, die für Menschen und/oder die Umwelt bedenklich sind. Ist er grün, gilt das Produkt als unbedenklich. CodeCheck liefert zudem gesunde und  umweltfreundliche Alternativen für kritische Produkte. Dabei kann man unerwünschte Zusatzstoffe als Ausschlusskriterium angegeben, um
so zum Beispiel Vorschläge für Produkte ohne Aluminiumzusätze oder Nanopartikel zu erhalten. Auch die Internetseite bietet viele Informationen für Kaufentscheidungen.
Mehr zum Ratgeber Code-Check: www.codecheck.info

Umwelt-Tipp 4 zum Downloaden: CodeCheck - die App für umweltverträgliche Produkte [pdf, 892 KB]

Umwelt-Tipp 5: Mit Herbstlaub Natur und Tieren helfen

Wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen, gibt es im Garten viel zu tun. Wer das Laub an Ort und Stelle lässt, tut der Umwelt etwas Gutes.

Kaum ist das Laub in den Gärten zusammengerecht, liegt schon wieder neues da. Doch die Blätter können sinnvoll genutzt werden – sie müssen nicht zwingend in der Grünabfuhr landen. Gemischt mit Häckselgut und Rüstabfällen verwandeln sie sich zum Beispiel in wertvollen Kompost und in nützliche Gartenerde für den nächsten Frühling.

Umweltfreundlich sind auch Laubhaufen: Sie bieten Insekten Schutz vor der Kälte und helfen so auch den  Vögeln bei der Futtersuche im Winter. Für Amphibien und Reptilien bieten Laubhaufen ebenfalls gute Bedingungen. Mit Laub, etwas Stroh und Ästen lässt sich auch ein Überwinterungsplatz für Igel einrichten. Am wohlsten fühlen sich die Tiere an ruhigen Plätzchen zwischen Gebüschen und Baumgruppen.

Das Laub kann man auch zwischen Sträuchern liegen lassen. Auf diese Weise versorgen die Blätter den Boden mit wichtigen Nährstoffen.

Umwelt-Tipp 5 zum Downloaden: Mit Herbstlaub Natur und Tieren helfen [pdf, 1.1 MB]

Umwelt-Tipp 6: Repair-Cafés - reparieren statt wegwerfen

Alte oder kaputte Geräte landen oft im Abfall. Das muss nicht sein: Im Repair-Café Biel erhalten defekte Objekte aller Art ein zweites Leben.

Defekte Kaffeemaschinen, beschädigte Mobiltelefone, alte Fahrräder: Was tun, wenn unsere Alltagshelfer den Geist aufgeben? In den meisten Fällen entsorgt man die Geräte. Doch selbst fachgerechtes Recycling belastet die Umwelt. Und die Abfallmenge in der Schweiz ist überdurchschnittlich hoch: Rund 716 Kilogramm Abfall produziert jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Schweiz pro Jahr.

Das muss nicht sein, denn praktisch alle Geräte lassen sich reparieren. Das schont die Ressourcen und macht Freude. In 131 Repair-Cafés in der
ganzen Schweiz bringen Fachleute kostenlos Geräte aller Art wieder zum Laufen. Das Repair-Café in Biel wird dreimal jährlich im «Haus pour
Bienne» an der Kontrollstrasse 22 durchgeführt. Letzter Termin war der 19. Oktober 2019 von 10 bis 16 Uhr.

Mehr zu den Repair-Cafés: www.repair-cafe.ch

Umwelt-Tipp 6 zum Downloaden: Repair-Cafés - reparieren statt wegwerfen [pdf, 1.0 MB]

Umwelt-Tipp 7: Mit App-Erinnerung Abfälle richtig entsorgen

Abfälle richtig entsorgen ist wichtig. Um den Überblick über die Abfuhrtermine zu behalten, gibt es in Biel einen Erinnerungsdienst per App.

Ab 7 Uhr morgens werden in der Stadt Biel Hauskehricht und Kleinsperrgut, Grünabfälle, Glas, Papier und Karton oder Metall abgeholt – doch nur am dafür vorgesehenen Tag. Und die Termine gelten jeweils nur für einen der vier Kreise der Stadt. Um seinen Müll praktisch vor dem Haus entsorgen zu können, lohnt es sich also, den Überblick zu behalten.

Deshalb kann man sich am Vortag Erinnerungen per App schicken lassen. Diese sind ganz einfach zu abonnieren: die App «My local services» kostenlos im App Store oder auf Google Play downloaden und entsprechende Push-Nachrichten aktivieren. Auf diese Weise erhält man auch Informationen über Abfuhrausfälle an Feiertagen oder Neuigkeiten der Stadt. Jetzt die App downloaden und sauber und umweltfreundlich entsorgen!

Umwelt-Tipp 7 zum Downloaden: Mit App-Erinnerung Abfälle richtig entsorgen [pdf, 1.0 MB]

Umwelt-Tipp 8: Umweltfreundlich drucken - geht das? 

Im Büroalltag wird leider selten an die Umwelt gedacht. Dabei kann man zum Beispiel beim Drucken auf einfache Art einiges bewirken.

Obwohl wir in einer digitalen Welt leben, drucken viele noch immer sehr viel auf Papier aus. Am Arbeitsplatz ist das oft unerlässlich. Mit einigen Kniffen kann man aber ökologischer drucken.

Zum Beispiel, indem man auf Recyclingpapier umsteigt oder die leeren Tintenpatronen und Tonerkartuschen zum Auffüllen schickt, statt sie zu entsorgen. Viel bringt ein Blick in die Druckereinstellungen: Jeder Office-Drucker verfügt über die Funktion des beidseitigen Drucks, am besten legt man sie als Standard fest. Wer mehrere Seiten des Dokuments auf eine Seite druckt, senkt den Papierverbrauch erheblich. Oft genügt zudem der Monochrom-Druck anstelle des Farbdrucks.

Fehldrucke müssen nicht entsorgt werden, sondern lassen sich als Notizpapier verwenden. Und ausdrucken ist nicht immer nötig: Oft lassen sich E-Mails und andere Dokumente auch digital abspeichern.

Umwelt-Tipp 8 zum Downloaden: Umweltfreundlich drucken - geht das? [pdf, 937 KB]

Umwelt-Tipp 9: Anfeuern im Kamin – gewusst wie

Ein Feuer im eigenen Kamin oder Schwedenofen macht den Herbst gemütlich. Mit einfachen Massnahmen wird das individuelle Feuern umweltfreundlicher.

Einheimisches Holz ist ein nachhaltiger Brennstoff. Bei der Verbrennung gelangen jedoch Feinstaub und Kohlenmonoxid in die Luft. Wer richtig feuert, kann den Ausstoss dieser Stoffe deutlich reduzieren: Die Verbrennung ist am saubersten, wenn das Feuer sehr heiss ist und nicht mottet oder qualmt. Wichtig ist, dass nur naturbelassenes, trockenes Holz verwendet wird und die Lüftungsklappe möglichst offenbleibt:
Der Sauerstoff sorgt für eine sauberere Verbrennung.

Beim Anfeuern sollte das Holz von oben in Brand gesetzt werden. Also: dicke Scheite zuunterst, darauf in einer Kreuzbeige Kleinholz und idealerweise trockenes Tannenholz oder etwas Holzwolle zum Anzünden. Danach immer mal wieder ein Scheit nachlegen, damit die Temperatur konstant hoch und die Stimmung gemütlich bleibt.

Umwelt-Tipp 9 zum Downloaden: Anfeuern im Kamin – gewusst wie [pdf, 977 KB]

Umwelt-Tipp 10: Schuhe imprägnieren ohne Chemikalien

Imprägnierte Schuhe schützen vor nasskalten Füssen: Zu den schädlichen Sprays mit PFC gibt es umweltverträglichere Alternativen.

Imprägnier-Cremes sind grundsätzlich umweltverträglicher als Sprays, weil beim Auftragen weniger Gift in die Umwelt gelangt. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe ist aber sinnvoll: Die meisten Mittel enthalten sogenannte perfluorierte Chemikalien, kurz PFC. Diese künstlich hergestellten Verbindungen von Fluor und Kohlenstoff sind zwar praktisch, weil sie dauerhaft wasserabweisend wirken. Sie sind allerdings auch giftig für die Umwelt und den Menschen und werden in der Natur kaum abgebaut. So konnte schon PFC in der Leber von Eisbären oder im Blut von Babys nachgewiesen werden.

Es lohnt sich, im Handel auf PFCfreie Imprägnier-Produkte zu achten, etwa von Nikwax oder Toko. Und Experimentierfreudige können
ihre Schuhe auch mit Leinöl, Melkfett oder Bienenwachs wasserfest machen.

Umwelt-Tipp 10 zum Downloaden: Schuhe imprägnieren ohne Chemikalien [pdf, 1.5 MB]

Umwelt-Tipp 11: Beim Heizen und Lüften Energie sparen

In Schweizer Haushalten entfallen rund zwei Drittel des Energiebedarfs aufs Heizen. Mit kleinen Veränderungen lässt sich dabei viel einsparen.

Wer effizient heizt, spart nicht nur Energie, sondern auch Geld: Das Senken der Raumtemperatur um nur 1° Grad Celsius vermindert den Energieverbrauch bereits um rund 6 Prozent. Empfohlen wird eine Temperatur um 20 ° C im Wohn- und Aufenthaltsbereich und um 17 ° C in
den Schlafräumen.

Damit die warme Luft gut zirkulieren kann, sollten Heizungskörper nicht von Möbeln verdeckt werden. Das Schliessen von Roll- und Fensterläden verhindert die Auskühlung des Zimmers.

Auch beim Lüften gibt es viel Sparpotenzial. Offene Kippfenster  erschwenden viel Energie, lassen aber kaum frische Luft hinein. Stosslüften ist viel wirkungsvoller: Dreimal täglich mehrere Fenster für 5 Minuten öffnen bringt mehr Frischluft ins Haus und lässt weniger Wärme entweichen. Dieses «Querlüften» führt die Feuchtigkeit ab und verhindert Schimmel.

Umwelt-Tipp 11 zum Downloaden: Beim Heizen und Lüften Energie sparen [pdf, 915 KB]

Umwelt-Tipp 12: Superfood - Wundermittel aus der Region

Quinoa, Chia-Samen und Goji-Beeren: Superfood liegt im Trend. Zu diesen exotischen «Wundermitteln» gibt es Alternativen aus der Region.

Unter Superfood versteht man Lebensmittel,die besonders gesund sein sollen. Oft werden sie über weite Strecken in die Schweiz transportiert und sind deshalb ökologisch bedenklich. Aber es gibt regionale biologische Alternativen, die genauso reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind und auch in Supermärkten erhältlich sind:

  • Hirse statt Quinoa: Die bolivianische Pflanze Quinoa ist reich an Eiweiss, Magnesium und Eisen. Hirse, eine der ältesten Getreidesorten, die bei uns angebaut wird, enthält die gleichen Nährstoffe und ist ebenfalls glutenfrei. 
  • Leinsamen statt Chia-Samen: Chia-Samen stammen aus Mittelamerika und sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Ihr lokales Pendant heisst Leinsamen. Diese schmecken im morgendlichen Müesli besonders gut.
  • Sanddorn statt Goji-Beeren: Die exotische Goji-Beere ist gut fürs Immunsystem und eine wahre Vitamin-CBombe. Das gilt auch für die Sanddorn-Beere, die aus unserer Region stammt.

Umwelt-Tipp 12 zum Downloaden: Superfood - Wundermittel aus der Region [pdf, 1.2 MB]

Umwelt-Tipp 13: Mit Smoothies und Croûtons gegen Food Waste

Wer bewusster einkauft, muss weniger Lebensmittel wegwerfen. Food Waste lässt sich aber auch auf andere Art reduzieren.

Rund 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in der Schweiz jedes Jahr im Abfall. Das sind über 200‘000 voll beladene Lastwagen. Eine Ressourcen-Verschwendung, die nicht sein muss.

Wer gezielt mit einer Liste einkauft, verhindert Fehlkäufe. Resten lassen sich am nächsten Tag aufwärmen. Blätter von Randen, Karotten oder Radieschen schmecken als Kräuter in Salaten oder als Pesto. Wer Fleisch einkauft, sollte nicht nur bei den Edelstücken zugreifen. Und warum nicht einmal in einer Bäckerei oder in der Äss-Bar in Biel Brot und Gebäck vom Vortrag kaufen? Oder mit der App «Too Good To Go» Essen bestellen, das sonst entsorgt werden müsste?

Aus trockenem Brot kann man Fotzelschnitten, Croûtons oder Paniermehl machen. Überreife Früchte lassen sich zu einem Smoothie erarbeiten, und mit einem Spritzer Zitrone schmecken sie wie frisch.

Umwelt-Tipp 13 zum Downloaden: Mit Smoothies und Croûtons gegen Food Waste [pdf, 1.1 MB]

Umwelt-Tipp 14: Weihnachtsbeleuchtung? Ja, aber...!

Viele Leute schmücken ihr Haus in der Weihnachtszeit gerne mit Lichterketten und Co. Dabei lohnt es sich, auf stromsparende Produkte zurückzugreifen.

Die Weihnachtsbeleuchtungen in der Schweiz verbrauchen jedes Jahr 100 Millionen Kilowattstunden Strom: soviel wie 25’000 Familien in einem Jahr. Mit Zeitschaltuhren lässt sich der Verbrauch verringern. Wer seine Anlage um 17 Uhr ein- und um 21 oder 22 Uhr wieder ausschaltet, hilft auch den nachtaktiven Tieren – künstliches Licht kann deren Tagesablauf durcheinanderbringen.

Warum nicht einmal auf die künstliche Beleuchtung verzichten? Allein schon eine Kerze auf dem Fenstersims oder auf dem Tisch zaubert eine wunderbare Stimmung herbei. In jedem Fall lohnt es sich, auf Lichterketten mit LED umzustellen, die 90 Prozent weniger Strom benötigen. LED-Birnen erhitzen sich nicht und verringern so auch die Brandgefahr. Und: Kauft man für den Aussengebrauch Lichterketten mit Solarzellen, wird kein zusätzlicher Strom benötigt.

Umwelt-Tipp 14 zum Downloaden: Weihnachtsbeleuchtung? Ja, aber...! [pdf, 930 KB]

Umwelt-Tipp 15: Wie grün ist der Weihnachtsbaum?

Jedes Jahr stehen in Schweizer Stuben über eine Million Weihnachtsbäume, die nach dem Fest entsorgt werden: Viel Spielraum, um ökologischer zu handeln.

Die umweltfreundlichste Lösung ist grundsätzlich der Verzicht auf einen Weihnachtsbaum. Möchte man sich das weihnachtliche Flair dennoch  ins Wohnzimmer holen, kann man auf Labels wie die Bio-Knospe oder FSC achten: Diese Bäume stammen aus umwelt- und sozialverträglicher Forstwirtschaft.

Webseiten wie www.ecosapin.ch oder www.traumbaum.ch vermitteln einen Mietservice: Regionale Gartenbauunternehmen liefern den eingetopften Weihnachtsbaum kurz vor Weihnachten und holen ihn nach den Festtagen wieder ab. Der Baum kann danach wieder eingepflanzt und im nächsten Jahr erneut verwendet werden.

Eine weitere Möglichkeit sind künstliche Bäume: Verwendet man sie fünf Jahre oder mehr, ist der Einfluss auf die Umwelt geringer, als wenn man jedes Jahr einen neuen Baum kauft.

Umwelt-Tipp 15 zum Downloaden: Wie grün ist der Weihnachtsbaum? [pdf, 1.5 MB]

Umwelt-Tipp 16: Unerwünschte Geschenke: weitergeben statt entsorgen

Nach den Festtagen landen ungewollte Geschenke oftmals im Abfall. Man kann sich aber auch auf sinnvolle und ökologische Art davon trennen.

Das falsche Buch, zu kleine Socken, die zehnte Teetasse – was tun, wenn man keine Freude an einem Geschenk hat? Eine Möglichkeit ist, die schenkende Person um den Kassenbon zu bitten und das Geschenk im Laden umzutauschen.

Geschenke kann man aber auch an bedürftige Menschen weitergeben. Dazu organisiert die Post zusammen mit dem Schweizerischen Roten Kreuz und der SRG alljährlich die Aktion «2x Weihnachten». Vom 24. Dezember bis 11. Januar können Spendepakete gratis auf jeder Poststelle
aufgegeben werden. Informationen: www.2xweihnachten.ch

Auch Brockenstuben sind eine gute Alternative zum Mülleimer. Die Geschenke kann man zudem auf einer der zahlreichen Tauschplattformen im Internet gegen etwas Anderes eintauschen. Oder warum nicht die Geschenke im Frühling am eigenen Flohmarktstand verkaufen?

Umwelt-Tipp 16 zum Downloaden: Unerwünschte Geschenke: weitergeben statt entsorgen [pdf, 1.1 MB]

Umwelt-Tipp 17: Energiesparen mit der Wäscheleine 

Im Winter trocknen viele Leute ihre Wäsche im Tumbler. Sie kann aber auch an kalten Tagen energie- und CO2-sparend aufgehängt werden.

Tumbler verbrauchen sehr viel Energie: In der Schweiz über 800 Millionen Kilowattstunden pro Jahr – das ist mehr als 3000 Zweipersonen-Haushalte jährlich an Energie benötigen. Viel umweltfreundlicher ist es, die Wäsche am Ständer trocknen zu lassen. Das schont nicht nur die Wäsche, es kann im Winter auch dringend benötigte Feuchtigkeit in Räume bringen. Auf dem Balkon oder draussen ist Wäschetrocknen sogar bei Frost möglich: Wenn die Wäsche gefriert, verflüchtigt sich das Eis mit der Zeit und die Kleidung ist trocken.

Wer auf einen Tumbler nicht verzichten kann, sollte ein Gerät mit Energieetikette A+++ verwenden. Auf www.topten.ch finden sich schnell und einfach die energieeffizientesten Geräte. Der Tumbler sollte gut gefüllt und der Wasserbehälter geleert sein.

Umwelt-Tipp 17 zum Downloaden: Energiesparen mit der Wäscheleine [pdf, 857 KB]

Umwelt-Tipp 18: Label-Ratgeber - wertvolle Hilfe im Alltag

Wer umwelt- und tierfreundlich einkaufen möchte, achtet bei Lebensmitteln auf Bio-Labels. Ein Label-Ratgeber hilft bei der Auswahl.

Was ist besser: Naturaplan, Migros-Bio oder Bio Suisse? Und welchem Label kann man beim Kauf von Fisch mehr vertrauen: MSC oder Friend of the Sea? Im täglichen Label-Dschungel verliert man schnell den Überblick. Ein Blick in den Label-Ratgeber hilft bei der Orientierung.

Die Organisationen Pusch, WWF Schweiz, Helvetas und die Stiftung für Konsumentenschutz SKS haben die wichtigsten Labels bezüglich ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit analysiert. Ihr Rating reicht von ausgezeichnet bis bedingt empfehlenswert. Als «ausgezeichnet» bewerten sie etwa Delinat, Bio Suisse, Naturaplan oder Natura Beef Bio. «Bedingt empfehlenswert» sind beispielsweise Natur Aktiv von Aldi,  das EU-Bio-Label oder Friend of the Sea.

Mehr zum Label-Ratgeber: www.wwf.ch/de/lebensmittel-label-ratgeber

Umwelt-Tipp 18 zum Downloaden: Label-Ratgeber - wertvolle Hilfe im Alltag [pdf, 1.4 MB]

Umwelt-Tipp 19: Saison-Kalender - viel mehr als Kohl

Beim Einkauf von Früchten und Gemüsen kann man viel für die Umwelt tun: Der Saison-Kalender hilft dabei.

Erdbeeren aus Italien, Himbeeren aus Spanien oder Heidelbeeren aus Chile: Im Winter sind in der Schweiz Früchte und Gemüse aus der ganzen Welt erhältlich. Aber nicht-saisonale Lebensmittel haben eine schlechte Ökobilanz: Sie müssen über weite Strecken transportiert oder in fossil beheizten Gewächshäusern angebaut werden. Wer sich hingegen für lokale Produkte entscheidet, tut etwas Gutes für die Umwelt und unterstützt regionale Betriebe. Das Angebot ist vielseitig. Im Januar und Februar haben neben Kohlarten wie Rosen- und Federkohl auch Chicoree, Nüsslisalat und vor allem Wurzelgemüse wie Rüebli, Sellerie, Randen, Pastinaken, Petersilien- und Schwarzwurzel Saison. Ungeniert zugreifen kann man auch bei Äpfeln, Birnen, Baumnüssen und Kiwis.

Saison-Kalender: www.bio-suisse.ch 

Umwelt-Tipp 19 zum Downloaden: Saison-Kalender - viel mehr als Kohl [pdf, 1.3 MB]

Umwelt-Tipp 20: Ökologischer Fussabdruck - Jeder Schritt zählt

Welchen Einfluss haben die eigenen Gewohnheiten auf die Umwelt? Mit dem Footprint-Rechner des WWF lässt sich der ökologische Fussabdruck berechnen.

Das Licht brennen lassen, Auto fahren oder exotisches Essen einkaufen: Alle diese Aktivitäten verursachen Treibhausgase und vergrössern den ökologischen Fussabdruck. Durch den Footprint-Rechner des WWF erfährt man, wie sich die eigenen Gewohnheiten auf die Umwelt auswirken. Er ermöglicht einen Vergleich der Auswirkungen unseres momentanen Konsums mit den zu Verfügung stehenden Ressourcen der Erde.

Für Privatpersonen sind insbesondere die Bereiche Mobilität, Wohnen, Konsum und Ernährung von Bedeutung. So wird man etwa gefragt, wie oft man fliegt oder wie oft pro Woche man Fleisch konsumiert. Je nach Antwort zeigt eine Grafik die Veränderung des CO2-Fussabdrucks. Zudem erhält man Tipps, wie man etwas für die Umwelt tun kann.

Mehr zum WWF Footprint-Rechner

Umwelt-Tipp 20 zum Downloaden: Ökologischer Fussabdruck - Jeder Schritt zählt [pdf, 1.1 MB]

Umwelt-Tipp 21: Hochstämme pflanzen - Artenvielfalt fördern

Hochstamm-Obstbäume sind ökologisch wertvoll. Mit der Aktion «Bäumiges Seeland» fördert Pro Natura Seeland die Anpflanzung solcher Bäume in der Region.

Hochstämme sind Obst- und Nussbäume, deren Äste erst in einer Höhe von 180–220 cm ansetzen. Aufgrund ihrer Grösse und ihrer Langlebigkeit bieten sie vielen, zum Teil bedrohten Tier- und Pilzarten Lebensraum. In der Krone hausen etwa Gartenrotschwänze, Grünspechte und Steinkäuze, in den Baumhöhlen Siebenschläfer, Fledermäuse, Wildbienen und Käfer.

Hochstammbäume werden immer seltener angepflanzt. Mit der Aktion «Bäumiges Seeland» bietet Pro Natura in Partnerschaft mit diversen Baumschulen Hochstämme zu vergünstigten Preisen an: Apfel-, Birnen-, Zwetschgen-, Pflaumen- und Nussbäume. In einem Pflanzkurs in Sutz wird vermittelt, was man bei der Anpflanzung und Pflege eines jungen Hochstamm-Baums beachten muss.

Infos zur Aktion von Pro Natura Seeland

Umwelt-Tipp 21 zum Downloaden: Hochstämme pflanzen - Artenvielfalt fördern [pdf, 1.6 MB]

Umwelt-Tipp 22: Saatgutbörse - Einsatz für seltene Sorten

Erdbeerspinat, grüne Zebra oder Teufelsfeige: Das sind vergessene Pflanzensorten, die dank Saatgutbörsen wieder beliebter werden. Auch in Biel.

Wer im Mai seine Setzlinge in den Garten oder in Balkonkübel pflanzen möchte, sollte ab Februar sein Saatgut säen. Leider ist die Vielfalt der Pflanzensorten stark zurückgegangen: Im Handel findet man oft nur noch Standard-Sorten. Dabei sind zum Beispiel alte Tomatenvariationen wie etwa Nonna Antonina oder Ida Gold geschmacklich viel interessanter als moderne Pflanzen.

Deshalb ist es sinnvoll, Sorge zum Saatgut von alten, seltenen und besonderen Sorten zu tragen und die Vielfalt zu erhalten. Genau dafür gibt es Saatgutbörsen: Hier kann man Saatgut und Wissen austauschen, in Workshops Neues lernen oder sich Tipps zum Gedeihen der Pflanzen abholen. Die nächste Bieler Saatgutbörse findet am 22. Februar 2020 ab 14 Uhr im Quartierinfo Mett statt.

Mehr zur Saatgutbörse: www.bielersaatgutboerse.ch

Umwelt-Tipp 22 zum Downloaden: Saatgutbörse - Einsatz für seltene Sorten [pdf, 1.0 MB] [pdf, 1.0 MB]

Umwelt-Tipp 23: City Trips ohne Flugzeug

Fliegen schadet der Umwelt und dem Klima in hohem Masse. Dennoch fliegen Schweizerinnen und Schweizer immer mehr. Die gute Nachricht: Es geht auch ohne.

Zwischen 2010 und 2015 stieg in der Schweiz die Zahl der Flugkilometer pro Person um 57 Prozent. Und sie nimmt von Jahr zu Jahr weiter zu. Rund 86 Prozent dieser Flüge sind Privatreisen. Dabei stossen Flugzeuge pro Reisekilometer und Person fast zehnmal mehr CO2 aus als Bahnreisen.

Reiselust und nachhaltige Lebensweise lassen sich dennoch unter einen Hut bringen: Viele Ziele in Europa sind auch mit dem Zug oder mit  dem Reisebus bequem erreichbar. Warum in den Frühlingsferien nicht mal mitder Bahn nach Innsbruck fahren, ein Musical in Wien besuchen oder die Hafenstadt Hamburg erkunden? Auch Amsterdam ist gut mit dem Nachtzug erreichbar und lässt sich perfekt mit dem Velo entdecken. Die SBB und der VCS zeigen die besten Europaverbindungen.

Tipps zum Thema unter www.wwf.ch/de/stories/grosse-reisen-kleiner-footprint

Umwelt-Tipp 23 zum Downloaden: City Trips ohne Flugzeug [pdf, 1023 KB]

Umwelt-Tipp 24: PET-Recycling - Flaschen machen Leute

Alu, Karton oder PET – im Sammeln sind Schweizerinnen und Schweizer spitze. Was einst eine Flasche war, kann so später zu einer Jacke  werden.

Wer PET sammelt, tut Gutes für die Umwelt. Denn für den Kunststoff braucht es Erdöl und Erdgas. Deshalb ist es auch sinnvoll, PET-Flaschen mehrfach zu verwenden. Durch das PET-Recycling können in der Schweiz jährlich 43 Millionen Liter Erdöl gespart werden, und die Produktion von Treibhausgasen lässt sich um 138′000 Tonnen reduzieren. In unserem Land gibt es über 50′000 Sammelstellen.

Aus gesammelten Flaschen entsteht Recycling-PET, das in die Flaschenproduktion zurückfliesst. Der Sekundärrohstoff kann aber auch in der Produktion von Funktionsjacken zum Einsatz kommen. Mehrere Unternehmen im Textilbereich wie Sympatex, Patagonia, Mammut oder Vaude nutzen Recycling-PET anstelle von Chemie-Fasern aus Rohöl für die Herstellung von Ober- und Futterstoff. Ein Blick ins eingenähte Etikett zeigt, wie gross der Recycling-Anteil ist.

Mehr zum PET-Recycling unter www.petrecycling.ch

Umwelt-Tipp 24 zum Downloaden: PET-Recycling - Flaschen machen Leute [pdf, 1.2 MB]

Umwelt-Tipp 25: Fleischkonsum - weniger ist mehr

Wer seinen Fleischkonsum reduziert, leistet nicht nur einen Beitrag für die Umwelt und das Klima. Er tut auch Gutes für seine Gesundheit.

In der Schweiz isst jede Person im Schnitt ein Kilogramm (kg) Fleisch pro Woche. Ernährungsfachleute empfehlen aber maximal zwei bis drei Portionen à 100 Gramm pro Woche. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und nützt dem Klima. Die Produktion von 1 kg Rindfleisch setzt 15,4 kg CO2 frei, 1 kg Linsen hingegen nur 0,7 kg CO2. Und 1 kg Schweinefleisch verursacht gleichviel CO2 wie 80 kg Kartoffeln. Ins Gewicht fallen dabei insbesondere die Futtermittelimporte wie etwa für Sojaschrot aus Brasilien.

Mit einer vegetarischen oder veganen Ernährung kann man viel bewirken. Warum nicht mal eine Gemüse-Lasagne machen? Oder angebratene
Austernpilze als Burgerpatty verwenden oder ein Lupinen-Schnitzel aus regionalem Anbau probieren? Wetten, dass es schmeckt?

Umwelt-Tipp 25 zum Downloaden: Fleischkonsum - weniger ist mehr [pdf, 1.2 MB]

Umwelt-Tipp 26: Mit Geldanlagen Einfluss aufs Klima nehmen

Geldanlagen haben direkten Einfluss auf die Umwelt. Es lohnt sich, auf nachhaltige Anlageprodukte zu setzen.

Jeder Franken, der auf einem Bankkonto liegt, wirkt sich auf die Natur, die Umwelt und die Gesellschaft aus. Denn die Banken legen das ersparte Geld an. Wenn sie in fossile Kraftwerke oder in die Kohleindustrie investieren, schaden sie dem Klima und der Umwelt. Wenn sie
mit dem Kapital dagegen Projekte für nachhaltige Waldwirtschaft oder nachhaltigen Fischfang unterstützen, sind die Auswirkungen positiv.

Es lohnt sich deshalb, sich genauer über Anlageprodukte und die Kriterien von Banken und Vorsorgeinstituten zu informieren. Tipps dazu findet man etwa in einem Leitfaden des WWF für Bankkunden.

Tipps zum Thema unter www.wwf.ch > nachhaltig leben > Umwelt-Tipps > Geld nachhaltig anlegen

Umwelt-Tipp 26 zum Downloaden: Mit Geldanlagen Einfluss aufs Klima nehmen [pdf, 1.1 MB]

Umwelt-Tipp 27: Kleiderkonsum - tauschen statt kaufen

Blaue, schwarze und graue Jeans: Doch müssen sie immer neu sein? Es gibt Alternativen, die gut für die Umwelt sind und erst noch Spass machen.

Früher brachten Modehäuser zwei bis vier Kollektionen pro Jahr auf den Markt, heute bis zu einer Kollektion pro Woche. Diese «Fast-Fashion» fördert den Konsum und belastet die Umwelt sehr, etwa durch Wasserverbrauch und -verschmutzung, aber auch durch Treibhausgasemissionen und Chemikalien. Zudem müssen Menschen in Kleiderfabriken oft unter unwürdigen Umständen arbeiten.

Anstatt Kleider neu zu kaufen, kann man sie auch secondhand erwerben. In Biel zum Beispiel in Brockenhäusern oder Secondhand-Läden. Für  Kinderkleider bietet das Landschaftswerk mit der Kinderkleiderbörse «Rägeboge» an der Mattenstrasse eine gute Alternative. Auch an den  Flohmärkten in der Altstadt oder auf der Esplanade wird man fündig.

Frischen Wind in die Garderobe bringt auch ein Kleidertausch: im Freundeskreis oder an einer Tauschbörse. Zum Beispiel am nächsten «Le Troc» bei Econest in der Altstadt

Umwelt-Tipp 27 zum Downloaden: Kleiderkonsum - tauschen statt kaufen [pdf, 1021 KB]

Umwelt-Tipp 28: Frühlingsputz auf umweltfreundliche Art

Der Frühlingsputz steht an – die Sonnenstrahlen bringen jede Schliere ans Licht. Putzen kann man auch mit natürlichen Mitteln.

Schweizerinnen und Schweizer kaufen pro Jahr Haushaltsreinigungsmittel für rund 100 Franken pro Person. Das entspricht 12 Litern Putzmittel  pro Haushalt, um Fenster, Böden, Küche und Bad zu reinigen. Viele dieser Produkte belasten die Umwelt.

Grundsätzlich reichen drei Zutaten aus: Putzessig oder Zitronensäure gegen Kalk, flüssige Schmierseife, um Fett zu lösen und Putzalkohol gegen Flecken. Auch altbewährte natürliche Hausmittel lassen Küche und Bad wieder glänzen. Mit den Fruchtschalen von Zitrusfrüchten kann man Kalkflecken entfernen. Edelstahl und Plättli lassen sich mit rohen Kartoffeln reinigen, und Backpulver aufgelöst in einer halben Tasse Essig helfen bei verstopften Abflüssen. Wer trotzdem Putzmittel kaufen will, der sollte darauf achten, dass es möglichst vollständig biologisch abbaubar ist. Und Mikrofasertücher nehmen Schmutz gut auf, Sie brauchen damit viel weniger Putzmittel.

Umwelt-Tipp 28 zum Downloaden: Frühlingsputz auf umweltfreundliche Art [pdf, 1.0 MB]

Umwelt-Tipp 29: Nachhaltige Ostern - Bio-Hasen und Naturfarben

Schokohasen und Eiertütschen: Was zu Ostern Freude bereitet, hat auch Schattenseiten. Ein paar Tipps für umweltfreundliche Ostern.

Betrachtet man Ostern von der ökologischen Seite her, sollte man den Fokus auf Schokoladehasen und gefärbte Eier legen: Schokolade enthält oft Palmöl, und für das Färben der Ostereier werden häufig chemische Farbstoffe verwendet.

Doch Ostern geht auch anders: Beim Kauf des Schokohasen kann man darauf achten, dass er über ein Bio-Nachhaltigkeitslabel verfügt. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt, ob das Produkt Palmöl enthält. Für diese Zutat wird viel Regenwald abgeholzt. Falls Palmöl verwendet wird, sollte es aus nachhaltigen Quellen stammen. Für die Eier gilt: Entweder Bio-Eier oder solche aus Freilandhaltung kaufen. Um sie zu färben, liefert die Natur eine reiche Farbpalette: Randen und rote Zwiebeln verleihen weissen Eiern einen roten Farbton. Zwiebelschalen orgen für satte Brauntöne, gemahlene Kurkuma für ein schönes Goldgelb und Blauholz für bläuliche Eier.

Umwelt-Tipp 29 zum Downloaden: Nachhaltige Ostern - Bio-Hasen und Naturfarben [pdf, 1.2 MB]

Umwelt-Tipp 30: Insektenhotel -  wo sich Wildbienen & Co. wohlfühlen

Wildbienen und andere Insekten sind für die Erhaltung der Biodiversität wichtig. Selbstgebaute Insektenhotels fördern ihren Lebensraum. 

Wildbienen, Wespen und Hummeln bestäuben Pflanzen und erfüllen damit eine wichtige Rolle in der Natur. Doch weil ihr Lebensraum verschwindet, sind viele Arten gefährdet. Deshalb ist es wertvoll, etwas für diese Insekten zu tun.

Zum Beispiel, indem man Nisthilfen baut: Wildbienen legen ihre Eier in Hohlräume und besiedeln beispielsweise gerne Strangfalzziegeln. Das sind alte Dachziegel mit Hohlräumen an der Längskante. Auch Schilfund Bambusröhren mögen sie. Ganz einfach gelingt der Bau von Nisthilfen mit der Bohrmaschine: Man bohrt beliebig viele Löcher von 3–6 mm Durchmesser in einen Altholzblock und fertig ist das Bienen-Hotel. Verzichten sollte man auf frisches Holz sowie auf Loch- und Hohlziegel.

Bastelanleitung für Nisthilfen: www.naturschutz.ch/tipps/nachhaltig-leben/nisthilfen-fuer-wildbienen-selber-bauen

Umwelt-Tipp 30 zum Downloaden: Insektenhotel - wo sich Wildbienen & Co. wohlfühlen [pdf, 1.5 MB]

Umwelt-Tipp 31: Was gehört eigentlich ins grüne Kübeli?

Was gehört eigentlich in den sogenannten «Grünabfall»? Plastiksäcke und Kaffeekapseln sicher nicht. Nur wer richtig trennt, tut der Umwelt Gutes.

Gesammeltes Grüngut und Rüstabfälle sind wertvolle Ressourcen. Aus ihnen entstehen Kompost und Biogas. Letzteres wird unter anderem zum Heizen und für die Stromproduktion genutzt. Der Kompost gelangt als Dünger zurück in die Landwirtschaft. Wirft man jedoch nicht abbaubare Produkte wie Kunststoffe in den Grünabfall, belastet das die Umwelt. Die Stoffe landen auf den Feldern, im Wasser und zum Schluss in der Nahrung. Deshalb sollte man darauf achten, was man in den Grünkübel wirft. Nicht zugelassen sind Plastik, Haushaltfolien, Asche, Blumentöpfe, gekochte Speisereste, Brot, Käse, Katzenstreu und Hundekot. Ungeniert entsorgen kann man dagegen Rüstabfälle von Gemüse und Obst, Kaffee- und Teesatz sowie Grünabfälle von Balkon und Garten.

Grüngut-Informationen Stadt Biel

Umwelt-Tipp 31 zum Downloaden: Was gehört eigentlich ins grüne Kübeli? [pdf, 1.0 MB]

Umwelt-Tipp 32: Sonnenkraft - ein Mini-Solarmobil basteln

Das Formel-s-Rennen, das im Mai in Brügg stattgefunden hätte, wird verschoben. Macht nichts! Der Bau eines eigenen Solarmobils macht auch so Spass.

Während zwei Stunden strahlt die Sonne soviel Energie auf die Erdoberfläche, wie die Menschheit in einem Jahr verbraucht. Von der Kraft des Sonnenlichts profitieren auch Mini-Solarmobil-Rennen, sogenannte Formel-s-Rennen. Der Solarcup Seeland, der am 2. Mai in Brügg stattgefunden hätte, ist eines davon. Neu findet er am 29. August im Rahmen des Seeländer Tages der E-Mobilität in Lyss statt.

Schülerinnen und Schüler, Familien und Bastlerinnen können bereits jetzt ihre solarbetriebenen Mini-Modellautos bauen. Interessierte können bei den Gemeinden Biel, Brügg, Lengnau, Lyss und Nidau Bausätze bestellen und zuhause an ihrem persönlichen Solarmobil tüfteln – so sind die Mini-Modellautos dann pünktlich zum dritten Solarcup Seeland fertig.

Mehr zum Solarcup Seeland.

Umwelt-Tipp 32 zum Downloaden: Sonnenkraft - ein Mini-Solarmobil basteln [pdf, 1.2 MB]

Umwelt-Tipp 33: Kreativ kochen - aus Resten Neues zaubern

In der Schweiz geht rund ein Drittel aller Lebensmittel verloren. Dagegen gibt es eine einfache und sinnvolle Massnahme: Resten verwerten.

In Schweizer Haushalten landen Essensresten zu oft im Abfall. Das muss nicht sein, denn mit ein bisschen Fantasie wird der «Resten-Tag» schnell zum kulinarischen Highlight der Woche.

«Gschwellti» vom Vortag lassen sich zum Beispiel zu Kartoffelstock oder Rösti verarbeiten. Altes Brot schmeckt frisch getoastet wunderbar. Aus den Strünken von Brokkoli oder Blumenkohl lässt sich Püree machen und aus Karotten- und Zwiebelschalen eine Suppe mit frischen Kräutern. Übrig gebliebene Teigwaren lassen sich in eine Frittata oder einen Auflauf einbauen, und aus Risottoresten kann man einen Kuchen oder Arancini (Reisbällchen) machen. Im Internet findet man viele gute Tipps für Restenmenüs. Einige Apps machen sogar Vorschläge, wenn man eingibt, welche Resten man hat.

Umwelt-Tipp 33 zum Downloaden: Kreativ kochen - aus Resten Neues zaubern [pdf, 1.8 MB]

Umwelt-Tipp 34: Artenvielfalt im eigenen Garten fördern

Ein naturnaher Garten ist mehr als nur ein abwechslungsreicher Farbtupfer: Private Grünflächen sind wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt.

Der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten ist gefährdet. Mit einer naturnahen Gartengestaltung kann man viel für bedrohte Tiere und Pflanzen tun. Ein naturnaher Garten zeichnet sich durch eine Vielfalt an einheimischen Wildpflanzen aus und kommt zudem ohne Pestizide, Kunstdünger und torfhaltige Produkte aus.

Die Organisation «Pro Natura» lanciert diesen Frühling einen Wettbewerb zum Thema Natur im Siedlungsraum. Garten- und Balkonbesitzerinnen und -besitzer können dabei ihr besonderes Engagement unter Beweis stellen und attraktive Preise gewinnen. Für den Wettbewerb werden drei Kategorien unterschieden: Garten, Balkon und innovative Projekte. Teilnahmeschluss ist der 31. Mai 2020.

Für mehr Informationen: www.pronatura.ch/de/naturnaher-garten

Umwelt-Tipp 34 zum Downloaden: Artenvielfalt im eigenen Garten fördern [pdf, 1.7 MB]

Umwelt-Tipp 35: Ökologisch Heimwerken - dem Klima zuliebe

Streichen, schleifen und schrauben: wer ökologisch werkelt, schützt nicht nur das eigene Raumklima, sondern auch die Umwelt.

Viele Produkte aus dem Baumarkt schaden der Gesundheit und der Natur. Ein Blick auf Gütesiegel, Inhaltsstoffe und Ökozeichen (z.B. blauer Engel) gibt wichtige Aufschlüsse. Auch mit einigen simplen Anwendungstricks gelingt ökologisches Heimwerken ganz einfach.

Wer einem Raum einen frischen Anstrich verpassen möchte, greift am besten zu Mineralfarbe. Für Bodenbeläge oder Schreinerarbeiten sind heimische Holzarten immer vorzuziehen. Regionale Baumarten bieten für jeden Bereich das richtige Holz. Für die Oberflächenbehandlung von Holz eignen sich Bienenwachs und Leinöl. Auch bei Klebestoffen lohnt sich das Hinschauen: Pulverklebstoffe oder Dispersionskleber auf Wasserbasis schonen die Umwelt. Vorsicht bei Altanstrichen: Sie können gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Restaurationsarbeiten
sollte man daher im Freien verrichten.

Tipps zum Thema: www.nachhaltigleben.ch > Sanieren> Umweltfreundlich renovieren

Umwelt-Tipp 35 zum Downloaden: Ökologisch Heimwerken - dem Klima zuliebe [pdf, 1.1 MB]

Umwelt-Tipp 36: Jetzt Erbeeren aus der Region geniessen

Sie ist die Sommerfrucht schlechthin und eine echte Vitaminbombe: Ab jetzt kann man auf regionalen Feldern Erdbeeren pflücken.

Die Erdbeere ist nicht nur sehr fein, sie stärkt auch das Immunsystem. Ihr Vitamin-C-Gehalt ist höher als derjenige von Orangen und Zitronen, und sie enthält viele Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalzium.

Ein Grossteil der in der Schweiz konsumierten Erdbeeren stammt aus Italien, Spanien, Israel oder beheizten Gewächshäusern und ist mit Giftstoffen belastet. Ihr langer Transportweg führt zu hohen CO2 Emissionen und schadet dem Klima. Verzichten muss dennoch niemand: Von Mai bis August sind die heimischen Erdbeeren reif. Diese kann man direkt in regionalen Hofläden oder auf dem Wochenmarkt kaufen oder auf Erdbeer-Feldern selber pflücken. So erhält man nicht nur besonders frische Früchte, sondern unterstützt gleichzeitig die regionale Land-wirtschaft. Die ökologisch unbedenklichsten Erdbeeren wachsen im eigenen Garten oder auf dem Balkon.

Tipps zum Thema: www.selberpfluecken.ch

Umwelt-Tipp 36 zum Downloaden: Jetzt Erdbeeren aus der Region geniessen [pdf, 1.1 MB]

Umwelt-Tipp 37: Sharing-Economy - Meins ist deins

Heissleimpistole, Glacemaschine, Dörrex – viele Sachen werden gekauft und verstauben dann doch im Keller. Wieso kaufen, wenn man sie auch teilen kann?

Viele Sachen, die man besitzt, sind selten im Einsatz. Deshalb gibt es viele Angebote, die einen nachhaltigen Konsum fördern, indem man Sachen teilt anstatt kauft. Der Verein Pumpipumpe verkauft Sticker von Alltagsgegenständen, die man auf den eigenen Briefkasten klebt. So erfahren die Nachbarn, bei wem sie etwa den Kärcher oder das Brezeleisen finden.

Über die Plattform Sharely kann man zum Beispiel einen Beamer oder ein Faltboot in der Nähe finden. Bei LeihBOX gibts Umzugsboxen, und in Biel können elektrische Cargo-Bikes ausgeliehen werden. In Bern bietet die Leihbar eine Onlineplattform, wo sie Gegenstände suchen und reservieren können. Abholen muss man sie vor Ort. Vielleicht gibt es dieses Angebot ja auch bald in Biel.

Umwelt-Tipp 37 zum Downloaden: Sharing-Economy - Meins ist deins [pdf, 1.1 MB]

Umwelt-Tipp 38: Mehrweggeschirr - eine Schale für die Umwelt

Takeaway-Verpflegung ist hoch im Kurs, verursacht aber viel Abfall. Dabei gibt es gute Alternativen zum Einweggeschirr aus Plastik.

Ein Linsencurry über Mittag im Park oder ein «Coffee to go» für die Zugreise: Verpflegung zum Mitnehmen wird oft im Einweggeschirr verkauft
und belastet so die Umwelt. Doch das muss nicht sein.

Wie die Trinkflasche lässt sich auch Mehrweggeschirr einfach von Zuhause in der Tasche mitnehmen. Auch das schweizweite Mehrwegsystem von Recircle bietet eine umweltfreundliche Alternative: Man bezahlt einmalig ein Pfand von 10 Franken zusätzlich zum Menüpreis und erhält das Essen in der Recircle Box. Diese kann man wieder auffüllen lassen oder bei einem teilnehmenden Restaurant zurückgeben. Auf der Webseite von Recircle findet man alle Takeaway-Partner in Biel. Das Mehrweggeschirr lässt sich dicht schliessen und hygienisch reinigen, was auch in der aktuellen Ausnahmesituation (Corona-Epidemie) zur Sicherheit beiträgt.

Umwelt-Tipp 38 zum Downloaden: Mehrweggeschirr - eine Schale für die Umwelt [pdf, 1007 KB]

Umwelt-Tipp 39: So geht kompostieren ohne Garten

Kompost ist ein wertvoller Dünger. Doch was tun, wenn man keinen Garten hat, in dem man einen Komposthaufen anlegen kann?

Das Kompostieren von Garten- und Küchenabfällen erzeugt nährstoffreichen Humus. Wer keinen Garten hat, kann dies dank mobiler und platzsparender Alternativen auch in der Wohnung oder auf dem Balkon tun.

Eine davon ist der Bokashi-Eimer. «Bokashi» ist japanisch und bedeutet «fermentierter Kompost». Dabei werden den Gemüseresten im luftdichten Eimer pulverförmige Mikroorganismen beigegeben. Nach drei Wochen ist der Bokashi dann fertig. Er hat einen hohen Säuregehalt und sollte daher mit alter Erde vermischt und neutralisiert werden. Auch Wurmkomposter sind eine praktische Alternative zum Kompost-haufen. Die darin lebenden Kompostwürmer ernähren sich von den pflanzlichen Küchenabfällen und verwandeln diese während zwei bis drei Monaten in fixfertigen Humus.

Tipps zum Thema: Kompostieren

Umwelt-Tipp 39 zum Downloaden: So geht kompostieren ohne Garten [pdf, 990 KB]

Umwelt-Tipp 40: Waschen - Es geht auch umweltbewusst

Umweltbewusstes Waschen sorgt für saubere Wäsche und für eine saubere Umwelt. Hier einige Tipps für einen ökologischen Waschtag.

Beim Waschen gibt es viel Potenzial für die Verbesserung der eigenen Ökobilanz. Meist reicht ein Waschgang bei 30 statt 60 Grad, was den Stromverbrauch um 35 Prozent senkt. Auf Vorwäsche kann meist verzichtet werden. Optimal gefüllt ist eine Maschine, wenn oben in der Trommel eine Hand hochkant reinpasst.

Biowaschmittel schonen die Umwelt. Man kann sie auch selbst herstellen. Dazu braucht man 150 Gramm «Savon de Marseille», zwei Esslöffel Natron und einige Tropfen ätherisches Öl. Anstelle von Waschnüssen aus Indien kann man Rosskastanien verwenden, sie enthalten ebenfalls Saponine. Tipps dazu gibts im Internet. Statt Weichspüler einfach einige Löffel Essig oder Zitronensaft in das entsprechende Fach geben, und die Wäsche wird weicher.

Tipps zum Thema: Waschen - Es geht auch umweltbewusst

Umwelt-Tipp 40 zum Downloaden: Waschen - Es geht auch umweltbewusst [pdf, 732 KB]

Umwelt-Tipp 41: Stressfreie Ferien in der Schweiz geniessen

Ein wichtiges Kriterium für klimaverträgliche Ferien lautet: Das Reiseziel in der Nähe suchen. Warum nicht im Ferienland Schweiz?

Viele verzichten wegen des Coronavirus auf Sommerferien im Ausland. Zum Glück gibt es auch in der Schweiz viel zu entdecken. Die abwechslungsreichen Landschaften lassen sich dank guter Infrastruktur mit dem Velo oder mit dem öffentlichen Verkehr erreichen. Das Gepäck transportiert die SBB auf Wunsch bequem von Tür zu Tür.

Lust auf Wanderungen im Neuenburger Jura oder in den (Vor-)Alpen? Auf eine Velotour auf einer der gut ausgeschilderten Velorouten? Oder auf entspannende Familienferien im Tessin, im Wallis oder in Graubünden?
Am besten lässt man sich vom vielfältigen Angebot von Schweiz Tourismus inspirieren!

Tipps zum Thema: Stressfreie Ferien in der Schweiz

Umwelt-Tipp 41 zum Downloaden: Stressfreie Ferien in der Schweiz geniessen [pdf, 1.0 MB]

Umwelt-Tipp 42: Stromlieferanten- Akkus statt Batterien

Handy, Fotokamera und Tastatur müssen unabhängig vom Stromnetz funktionieren. Doch was ist die richtige Wahl «jenseits der Steckdose»?

In der Schweiz werden pro Jahr 120 Millionen Batterien für Geräte verkauft. Einweg-Batterien sind sehr ineffizient. Sie machen höchstens bei Geräten Sinn, die sehr wenig Strom brauchen. Zum Beispiel bei Küchenuhren, wo die Batterie meist jahrelang hält.

Eine gute Alternative sind wiederaufladbare Batterien (Akkus). Bei Apparaten mit hohem Stromverbrauch wie Taschenlampen, Spielzeugen und Fahrradlicht sind Akkus deutlich ökologischer. Man sollte sich die Frage stellen, ob man den Gebrauch von Batterien vermeiden kann und stattdessen ein netz- oder solarbetriebenes Gerät anschafft. Kann auf Batterien nicht verzichtet werden, ist die richtige Entsorgung wichtig: Sie bestehen aus wertvollen Rohstoffen, die wiederverwertet können, und gehören deshalb ins Recycling. Altbatterien kann man an allen Verkaufs- sowie an Sammelstellen kostenlos abgeben.

Umwelt-Tipp 42 zum Downloaden: Stromlieferanten - Akkus statt Batterien [pdf, 962 KB]