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Zweisprachigkeit in den Schulen

Zweisprachige Projekte in den Schulen

Die meisten Klassen sind einsprachig und werden nach dem Lehrplan 21 oder dem Plan d'études romand (PER) unterrichtet. Fast alle Schulen hingegen sind durch die räumliche Nähe der deutsprachigen und französischsprachigen Klassen zweisprachig (deutschsprachige bzw. französischsprachige Schuleinheiten).

Die Stadt Biel fördert zweisprachige Projekte, bei denen Klassen beider Sprachen zusammengeführt werden. So wurden verschiedene Modelle für den zweisprachigen Unterricht konzipiert: als Immersionsunterricht im Rahmen des wöchentlichen Stundenplans (die Schülerinnen und Schüler beider Klassen werden gemischt oder durch Lehrkräfte in der Partnersprache unterrichtet) oder als zweisprachige ausserschulische Aktivitäten. Mehrere von der Stadt Biel entwickelte Modelle dienen als Grundlage, auf die sich die Lehrkräfte stützen können.

Die kantonale Volksschulgesetzgebung legt die Bedingungen für den zweisprachigen Unterricht fest, die im Rahmen des Lehrplans von den Schulen eingehalten werden müssen. Schulen, die ein Projekt durchführen möchten, werden von einem Zweisprachigkeitsverantwortlichen der Abteilung Schule & Sport der Stadt Biel unterstützt und begleitet.

Filière Bilingue

2010 hat die Stadt Biel das Projekt der Filière Bilingue auf Primarstufe (FiBi) mit Unterstützung der kantonalen Erziehungsdirektion lanciert. Seit August 2018 existiert auch eine Filière Bilingue auf Sekundarstufe (FiBiS).

Sowohl die FiBi als auch die FiBiS sind auf dem Prinzip der reziproken Immersion aufgebaut. Der Unterricht erfolgt je hälftig in Deutsch und Französisch. Die Schülerinnen und Schüler sind ebenfalls gemischt. In der Tat sind alle Klassen der  FiBi aus deutschsprachigen, französischsprachigen und fremdsprachigen Kindern (Schülerinnen und Schüler, deren Erstsprache weder Deutsch noch Französisch ist) zusammengesetzt. Durch die reziproke Immersion werden Sprachkompetenzen nicht nur im Rahmen des Unterrichts, sondern insbesondere auch in den Pausen und der Freizeit durch die Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern vermittelt. Die privilegierte Situation Biels in Bezug auf die Zweisprachigkeit macht dieses ehrgeizige und in der Schweiz einzigartige Modell möglich.

Falls sie es wünschen, können Eltern, die sich für die FiBi interessieren, dies bei der Anmeldung für den Kindergarten angeben. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt (max. 42 pro Jahr bzw. zwei Klassen).

Die FiBi auf Primarstufe befindet sich in der Rittermatte.

Die FiBi auf Sekundarstufe (FiBiS) befindet sich in der Alpenstrasse.

Und ausserdem...

Die städtischen Kindertagesstätten, die Tagesschulen, die QuartierInfos, der Ferienpass oder die Sport Camps sind zweisprachige Einrichtungen, die Kindern ebenfalls die Möglichkeit bieten, mit beiden Amtssprachen der Stadt Biel in Alltagssituationen in Kontakt zu kommen. Auch die Vereinswelt (Sport, Musik etc.) ist generell zweisprachig.

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