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Blöschhaus - Sitz des Stadtpräsidenten Stadtverwaltung - Empfangsschalter Zentralplatz

Dienst für Erwachsene

Erwachsene mit sehr komplexen Beeinträchtigungen, wie einer geistigen Behinderung (angeborene oder erworbene Intelligenzdefekte unterschiedlichen Schweregrades), psychischen Störung (anerkannte Krankheitsbilder der Psychiatrie inkl. Demenz, ebenso Suchterkrankungen) und/oder einem ähnlich in der Person liegenden Schwächezustand (Defizite bei betagten Personen, Unerfahrenheit, Misswirtschaft, schwere körperliche Behinderungen), die ihre eigenen Angelegenheiten teilweise oder nicht mehr erledigen können und deshalb schutzbedürftig sind, werden üblicherweise durch fachlich ausgebildete Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des Dienstes für Erwachsene betreut.
Gemäss den ihnen durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) anvertrauten Beistandschaften schaffen und koordinieren die Berufsbeiständinnen und Berufsbeistände ein angemessenes Netz, das aus dem Umfeld und den verschiedenen sozialen, administrativen, rechtlichen, medizinischen und paramedizinischen Einrichtungen besteht. Sie gewährleisten ihren Klientinnen und Klienten eine soziale Unterstützung, um würdige Lebensbedingungen, die Wahrung ihrer Rechte, die Förderung ihres Selbstbestimmungsrechts und eine Lebensqualität zu garantieren, die ihren Bedürfnissen entspricht.
 
Allfällige Unterstützungsanträge oder Gefährdungsmeldungen sind schriftlich (auch per E-Mail möglich) oder mündlich an nachfolgende Adresse einzureichen:
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB Biel/Bienne, Zentralstrasse 63, Postfach 704, 2501 Biel,
T: 031 635 21 50 / F: 031 635 21 99 / Pikett-Nr. 117
 
 
Sozialabklärungen für Erwachsene
 
Die Abteilung Erwachsenen- und Kindesschutz (EKS) der Stadt Biel führt im Auftrag der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Sozialabklärungen durch. Die fachlich ausgebildeten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des Dienstes für Erwachsene übernehmen dabei die Abklärungen im Bereich des Erwachsenenschutzes und schlagen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) sowohl eine geeignete Massnahme als auch eine geeignete Person als Beiständin oder Beistand vor.
 
 
Beistandschaften für Erwachsene
 
Die KESB ernennt im Einzelfall eine geeignete Privatperson als Beiständin oder Beistand oder überträgt die Führung der Beistandschaft einer Berufsbeiständin oder einem Berufsbeistand. Die KESB umschreibt die Aufgabenbereiche der Beistandschaft entsprechend den Bedürfnissen der betroffenen Person. Die Aufgabenbereiche betreffen die Personensorge, die Vermögenssorge oder den Rechtsverkehr.
 
Der Dienst für Erwachsene übernimmt innerhalb der Abteilung EKS die Führung der Beistandschaften für volljährige, natürliche Personen.
 
Die Beistandschaften für Erwachsene werden auf der Grundlage folgender Artikel des schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) errichtet:
 
  • Begleitbeistandschaft gemäss Art. 393 ZGB
    Eine Begleitbeistandschaft wird mit Zustimmung der hilfsbedürftigen Person errichtet, wenn diese für die Erledigung bestimmter Angelegenheiten begleitende Unterstützung benötigt.
    Die Begleitbeistandschaft schränkt die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person nicht ein und die Beistandsperson hat keine Vertretungskompetenz. 
  • Vertretungsbeistandschaften gemäss Art. 394 und 395 ZGB
    Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn die hilfsbedürftige Person bestimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten werden muss. Die Erwachsenenschutzbehörde kann die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person entsprechend einschränken. Auch wenn die Handlungsfähigkeit nicht eingeschränkt ist, muss die betroffene Person sich die Handlungen der Beistandsperson anrechnen oder gefallen lassen.
    Errichtet die Erwachsenenschutzbehörde eine Vertretungsbeistandschaft für die Vermögensverwaltung, so bestimmt sie die Vermögenswerte, die von der Beistandsperson verwaltet werden soll. Sie kann Teile des Einkommens oder das gesamte Einkommen, Teile des Vermögens oder das gesamte Vermögen unter die Verwaltung stellen.
    Wird die Handlungsfähigkeit der hilfsbedürftigen Person durch die Erwachsenenschutzbehörde nicht eingeschränkt gilt eine Parallelvertretung. Wird die Handlungsfähigkeit hingegen eingeschränkt, hat die Beistandsperson die ausschliessliche Vertretungskompetenz in den betroffenen Bereichen.
  • Mitwirkungsbeistandschaft gemäss Art. 396 ZGB
    Eine Mitwirkungsbeistandschaft wird errichtet, wenn bestimmte Handlungen der hilfsbedürftigen Person zu deren Schutz der Zustimmung der Beiständin oder des Beistands bedürfen.
    Die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person wird von Gesetzes wegen entsprechend eingeschränkt.
    Die Beistandsperson verfügt über keine Vertretungskompetenz und handelt nicht anstelle der verbeiständeten Person, muss aber in den definierten Bereichen zustimmen, damit deren Handlungen rechtsgültig werden.
  • Kombination von Beistandschaften gemäss Art. 397 ZGB
    Die Begleit-, Vertretungs- und Mitwirkungsbeistandschaft können miteinander kombiniert werden. 
  • Umfassende Beistandschaft gemäss Art. 398 ZGB
    Eine umfassende Beistandschaft wird errichtet, wenn eine Person, namentlich wegen dauernder Urteilsunfähigkeit, besonders hilfsbedürftig ist. 
    Sie bezieht sich auf alle Angelegenheiten der Personensorge, der Vermögenssorge und des Rechtsverkehrs. 
    Die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person entfällt von Gesetzes wegen.

Freiwillige Beratungen und Begleitungen für Erwachsene

Sofern die Errichtung einer behördlichen Massnahme nicht angezeigt oder verhältnismässig erscheint, bietet der Dienst für Erwachsene Ratsuchenden auch Beratungen und Begleitungen auf freiwilliger Basis an. Abhängig vom Unterstützungsbedarf der ratsuchenden Person kann das Hilfsangebot entweder ein einmaliges Beratungsgespräch mit einer Vermittlung der betroffenen Person an eine spezialisierte Fachstelle oder aber auch eine längerfristige vorübergehende spezifische Unterstützung und Begleitung beinhalten. 

 
Fachstelle für private Mandatsträgerinnen und Mandatsträger (PriMa)
 
Die Fachstelle für PriMa ist für die Rekrutierung und Auswahl der Personen zuständig, die als Privatperson Beistandschaften führen möchten. Die Fachstelle kümmert sich auch um die Schulung der priMa, sofern diese nicht von der KESB oder vom Kantonalen Jugendamt angeboten wird, und bietet ihnen Unterstützung und Beratung während der Mandatsführung.
 
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Erwachsenen- und Kindesschutz (EKS)
Dienst für Erwachsene
Zentralstrasse 49
Postfach 1120
2501   Biel

T:    032 326 20 11
F:    032 326 15 90
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Öffnungszeiten

Termine nur nach Vereinbarung
Montag–Donnerstag:
08.30–11.00 Uhr
14.00–16.45 Uhr

Freitag:
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14.00–16.00 Uhr

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