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Stichwortregister

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Reglement

über die Abfälle in der Gemeinde Biel

 

 

vom 18. März 1993

 

 

SGR 822.1

 

 

 

Der Stadtrat von Biel,

gestützt auf Artikel 57 Absatz 1 des Gesetzes über die Abfälle vom 7. Dezember 1986 [1] sowie Artikel 34 Ziffer 20 der Gemeindeordnung der Stadt Biel vom 13. März 1977 [2],

beschliesst:

 

 

 

I. Allgemeines

 

 

Art. 1 - Gemeindeaufgabe

 

1 Die Gemeinde Biel überwacht unter Aufsicht des Gemeinderates durch das Tiefbauamt [3], Abteilung Strasseninspektorat, im Sinne des kantonalen Abfallgesetzes, die Entsorgung der Abfälle.

 

2 Sie organisiert die Sammlung sowie die Weiterleitung zur Verarbeitung der Siedlungsabfälle.

 

3 Sie fördert Massnahmen zur Vermeidung und Verminderung des Abfalls.

 

4 Sie informiert die Bevölkerung über Abfallfragen.

 

5 Sie wirkt bei weiteren Aufgaben der Abfallentsorgung gemäss der Gesetzgebung mit.

 

Art. 2 - Zuständigkeiten

 

1 Die technische und administrative Leitung der Abfuhr wird dem Tiefbauamt [4] übertragen.

 

2 In die gleiche Zuständigkeit fällt auch die Informationsbroschüre mit Abfuhrplan, die an sämtliche Haushaltungen und "übrige Betriebe" versandt wird.

 

3 Das zuständige Gemeindeorgan beschliesst über

 

-     den Beitritt der Gemeinde zu einem Gemeindeverband oder zu einer anderen Körperschaft der Siedlungsabfallentsorgung sowie die finanziellen Leistungen;

 

-     Verträge mit Dritten über die Durchführung des Sammeldienstes oder die Abnahme der Siedlungsabfälle aus dem Gemeindegebiet.

 

Art. 3 - Benützungspflicht

 

1 Im Rahmen dieses Reglementes und des gestützt darauf erlassenen Abfuhrplanes ist jedermann verpflichtet, Hauskehricht, Sperrgut und verwertbare Abfälle dem öffentlichen Sammel- und Beseitigungsdienst zu übergeben. Abfälle dürfen aus hygienischen Gründen nicht längere Zeit zurückbehalten und verspätet abgeliefert werden. Ausgenommen ist das Kompostieren von organischen Abfällen auf fachgerecht angelegten Plätzen, sofern es ohne Gefährdung von Gewässern oder Beeinträchtigung der Nachbarn erfolgt.

 

2 Die Entsorgung der betreffenden Stoffe erfolgt in der Regel nach dem Holsystem und wird in der Informationsbroschüre mit Abfuhrplan festgelegt.

 

3 Ausnahmen vom öffentlichen Sammel- und Beseitigungsdienst werden durch das Tiefbauamt [5] bewilligt.

 

Art. 4 - Wegwerf- und Ablagerungsverbot

 

1 Das Wegwerfen, Ablagern oder Zurücklassen von Abfällen ist verboten.

 

2 Das Verbrennen von Abfällen im Freien und in Hausfeuerungsanlagen ist verboten.

 

3 Das Einleiten von Abfällen in die Kanalisation ist verboten.

 

Art. 5 - Gebiet

 

1 Die regelmässige Entsorgung von Abfällen erstreckt sich grundsätzlich auf das ganze Gemeindegebiet.

 

2 Für abgelegene Höfe, Sackgassen, einzelne Häuser und Gebäudegruppen kann die Abfuhr, soweit sie mit unverhältnismässig hohen Kosten oder infolge Fehlens einer hinreichenden Zufahrt bzw. eines Wendeplatzes mit Schwierigkeiten verbunden ist, vollständig unterlassen, eingeschränkt oder mit Bedingungen verknüpft werden. Das Tiefbauamt [6] bestimmt den Bereitstellungsort.

 

 

II. Abfallarten

 

 

Art. 6 - Hauskehricht

 

1 Als Hauskehricht gelten Siedlungsabfälle, die in den Haushaltungen und ihrer Umgebung regelmässig entstehen, soweit sie nicht unter Artikel 8, 9 und 10 fallen.

 

2 Dem Hauskehricht gleichgestellt sind Abfälle aus Büro-, Aufenthalts- und Wohnräumen von Geschäfts- und Verwaltungsgebäuden, ferner Abfälle aus Handels-, Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetrieben, soweit sie nicht unter Artikel 8, 9 und 10 fallen.

 

Art. 7 - Sperrgut

 

1 Als Sperrgut gelten brennbare Siedlungsabfälle, die sich wegen ihrer Form und Grösse in den für die Abfuhr zugelassenen Sammelbehältern nicht unterbringen lassen. Diese werden gleichzeitig mit dem Hauskehricht entsorgt.

 

2 Kleinsperrgut bis höchstens 1,50 m Länge, 50 cm Durchmesser und 18 kg Gewicht ist in fest verschnürten Bündeln oder wetterfesten und soliden Gefässen bereitzustellen.

 

3 Als übriges Sperrgut bis höchstens 190 x 90 x 50 cm und 30 kg Gewicht gelten z.B. Matratzen, Holzbettgestelle etc.

 

Art. 8 - Extra-Sperrgut

 

Als Extra-Sperrgut gelten, sofern sie nicht den getrennten Sammlungen nach Artikel 9 zugeführt werden können, z.B.

 

-     metallisches Altmaterial grösseren Umfanges wie Velos, Gestelle und dergleichen;

 

-     grössere Nichteisen-Gegenstände wie Möbel, Kunststoffobjekte und dergleichen;

 

-     grössere leere Gebinde (z.B. Kessel).

 

Art. 9 - Verwertbare Abfälle

 

1 Die verwertbaren Siedlungsabfälle (Wertstoffe) werden in der Informationsbroschüre mit Abfuhrplan bezeichnet. Sie umfassen sowohl kompostierbare Abfälle als auch wiederverwertbare Stoffe.

 

2 Für Gartenabfälle, Altmetall und Glas sind solide Gebinde mit Henkeln oder Griffen zugelassen.

 

3 Die Verpflichtung zur Einsammlung von wiederverwertbaren Abfällen richtet sich nach dem Eidgenössischen Abfalleitbild. Diese Massnahmen haben ökologisch notwendig und ökonomisch sinnvoll zu sein.

 

Art. 10 - Sonderabfälle und nicht zugelassene Abfallarten

 

Folgende Abfallarten werden gemäss Informationsbroschüre mit Abfuhrplan von der ordentlichen Kehrichtabfuhr ausgeschlossen, bedürfen einer speziellen Entsorgung und sind vom Abfallinhaber selbst zu entsorgen:

 

-     Chemikalien (Stoffe der Giftklassen 1 - 5S), wie Säuren, Laugen, Farbverdünner, Pinselreiniger, Pflanzenschutzmittel usw.

 

-     Selbstentzündbare, explosive und radioaktive Stoffe

 

-     Emulsionen, Altöle ab 10 Liter, Rückstände aus Tankanlagen und Fettabscheidern

 

-     Aushub, Bauschutt, Erde, Steine, Schlamm und Mist

 

-     Schnee und Eis

 

-     Autowracks und Altpneus

 

-     Haushaltmaschinen, Kühlschränke, Fernseh-, Radio-, elektrische und elektronische Geräte

 

-     Batterien und Leuchtstoffröhren

 

-     Sonderabfälle aus Industrie und Gewerbe

 

-     Tierkadaver, Metzgerei- und Schlachthofabfälle

 

-     alle durchnässten, teigigen, heissen und gesundheitsschädigenden Stoffe.

 

 

III. Abfallsammelbetrieb

 

 

A. Hauskehricht- und Sperrgutabfuhr

 

 

Art. 11 - Abfuhrplan

 

1 Die Hauskehricht- und Sperrgutabfuhr erfolgt nach einem Zeitplan, der in der Informationsbroschüre mit Abfuhrplan aufgeführt und im Amtsanzeiger Biel [7] jeweils publiziert wird.

 

2 Abfuhren an Feiertagen können entfallen; sie werden im Amtsanzeiger [8] jeweils bekannt gegeben.

 

Art. 12 - Behälter und Gebinde

 

1 Der Hauskehricht ist in fest verschnürten, offiziellen Säcken der MÜRA [9] oder mit offizieller Vignette gekennzeichneten Säcken bereitzustellen.

 

2 Kleinsperrgut bis höchstens 1.50 m Länge, 50 cm Durchmesser und 18 kg Gewicht ist in fest verschnürten Bündeln oder wetterfesten und soliden Gefässen bereitzustellen.

 

3 Aus arbeitsmedizinischen Gründen ist das Maximalgewicht für alle Behälter und Gebinde auf 18 kg beschränkt.

 

4 Bei Mehrfamilienhäusern oder zusammengehörenden Gebäudegruppen sowie bei Handels-, Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetrieben können in der ganzen Gemeinde offiziell zugelassene Container auf privatem Terrain vorgeschrieben werden. Die Anschaffung, der Unterhalt und die Reinigung ist Sache des Gebäudeinhabers. Der Standort der Behälter und Gebinde für die Abfuhr wird durch das Tiefbauamt [10] bestimmt.

 

5 Als Container oder Grossgefässe sind alle Fabrikate zugelassen, die den schweizerischen Normen entsprechen und mit den vorhandenen Einrichtungen an den Fahrzeugen gefahrlos entleert werden können. Sie sind stets sauber und in gutem Zustand zu halten. Sie dürfen nicht überfüllt und nur mit geschlossenem Deckel zur Abfuhr bereitgestellt werden.

 

Art. 13 - Lagerung

 

Der Kehricht ist bis zur Abfuhr auf privatem Grund sachgerecht aufzubewahren, sodass keine Immissionen entstehen können.

 

Art. 14 - Sicherheitsvorschriften

 

Scharfe und spitze Gegenstände müssen derart in Papier oder Stoff eingewickelt werden, dass für das Abfuhrpersonal keine Verletzungsgefahr besteht.

 

Art. 15 - Bereitstellung

 

1 Der Hauskehricht und alle anderen Abfälle, die im Holsystem eingesammelt werden, dürfen nicht vor einer anderen Liegenschaft, als dort, wo sie angefallen sind, bereitgestellt werden. Ausnahmen bewilligt das Tiefbauamt [11].

 

2 Die Kehrichtbehälter sind am Abfuhrtag ab 07.00 Uhr gut sichtbar und erreichbar bereitzustellen. Der Fahrzeug- und Fussgängerverkehr darf nicht behindert werden.

 

3 Die Kehrichtbehälter sind nach dem Entleeren sobald als möglich wieder zu entfernen und dürfen insbesondere über Nacht, d.h. ab 21.00 Uhr bis 06.00 Uhr, weder zur Abfuhr bereitgestellt, noch entleert stehen gelassen werden.

 

4 Das Entleeren von schmutzigen, defekten oder überfüllten Behältern kann vom Abfuhrpersonal verweigert werden. Behälter, welche den Vorschriften nicht entsprechen, sind vom Abfuhrstandort zu entfernen und auf die nächste Abfuhr in vorschriftsgemässem Zustand bereitzustellen.

 

5 Wird ein Kehrichtgebinde durch das Abfuhrpersonal zerstört oder stark beschädigt, wird der Schaden vom Tiefbauamt [12] behoben. Andere Schäden wie z.B. abgerissene Bügel, defekte Räder, lose Deckel, Korrosion usw. gehen zu Lasten des Eigentümers.

 

 

B. Extra-Sperrgut

 

 

Art. 16 - Abfuhr und Kosten

 

Die Gegenstände für die Extra-Sperrgutabfuhr werden nur auf telefonische Bestellung beim Strasseninspektorat, gegen Verrechnung von Aufwand und Gebühren, abgeholt. Gegenstände aus Metall können in den regelmässig durchgeführten und publizierten Altmetallabfuhren gratis mitgegeben werden. Auf Wunsch werden auch Wohnungsräumungen durchgeführt.

 

 

C. Wertstoffe

 

 

Art. 17 - Entsorgung

 

Die Wertstoff-Entsorgung erfolgt gemäss Informationsbroschüre mit Abfuhrplan.

 

Art. 18 - Grossküchenabfälle

 

In grösseren Mengen anfallende Lebensmittel- und Speiseabfälle aus Grossküchen sind soweit möglich für die Tierfütterung zu verwenden. Vorbehalten bleiben die seuchenpolizeilichen Vorschriften.

 

Art. 19 - Entsorgungspflicht

 

Die Vorschriften der Artikel 3, 4 und 12 - 15 gelten sinngemäss auch für die Wertstoffsammlungen und kompostierbaren Abfälle.

 

 

D. Sonderabfälle

 

 

Art. 20 - Abgabepflicht

 

1 Sonderabfälle sind durch den Verursacher bzw. Abgeber gemäss Verordnung über umweltgefährdende Stoffe, StoV und Verordnung über den Verkehr mit Sonderabfällen, VVS auf eigene Kosten zu entsorgen.

 

2 Sonderabfälle dürfen nur an Sammelstellen und Betriebe abgegeben werden, die nach eidgenössischem und kantonalem Recht zur Entgegennahme befugt sind.

 

3 Kleinmengen von Sonderabfällen wie Batterien, Medikamente, Leuchtstoffröhren oder Gifte sind den Verkaufsstellen zurückzugeben.

 

Art. 21 - Flüssige Abfälle

 

Die Übernahme und Beseitigung von Altölen bis maximum 10 Liter pro Abgabe erfolgt durch die städtische Abfuhr unentgeltlich. Grössere Mengen müssen durch den Verursacher und auf dessen Kosten direkt bei der SOVAG oder spezialisierten Firmen entsorgt werden.

 

 

IV. Finanzierung

 

 

A. Grundsatz

 

 

Art. 22 - Gebührenarten und Erlöse [13]

 

Die Finanzierung der Kosten der Abfallentsorgung und -verwertung erfolgt durch:

 

a.    Die Grundgebühr, welche von der Einwohnergemeinde Biel festgelegt und erhoben wird (Art. 24f);

 

b.    weitere Gebühren, die durch die Einwohnergemeinde Biel festgelegt und erhoben werden (Art. 26);

 

c.    Volumengebühr, welche von der Müve Biel-Seeland AG festgelegt wird (Art. 27f);

 

d.    Erlöse aus dem Verkauf von gesammelten Wertstoffen;

 

e.    Leistungen Dritter, wie insbesondere Beiträge des Bundes oder des Kantons.

 

Art. 23 - Kostendeckung [14]

 

1 Die Gebühren gemäss Artikel 22 sind nach dem Prinzip der Vollkostendeckung so festzulegen, dass sie sämtliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der öffentlichen Abfallentsorgung und -verwertung decken.

 

2 Sie sollen so gestaltet werden, dass sie, unter Berücksichtigung des Bezugsaufwandes, die Reduktion der Abfallmengen und die umweltschonende Verwertung der Abfälle unterstützen.

 

3 Die Kosten für Anschaffung, Reinigung und Unterhalt von Containern und weitere Kosten für die Bereitstellung der Abfälle sind von den Benützern zu tragen. Kosten für besondere Arten der Abfallentsorgung, wie eigene Kompostierung, Direktlieferungen in Behandlungsanlagen und Sonderabfallentsorgung, ausser über Sammelstellen oder -Aktionen der Gemeinde, tragen die Abfallbesitzer.

 

 

B. Grundgebühr

 

 

Art. 24 - Grundsatz der Bemessung [15]

 

1 Durch die Grundgebühren müssen sämtliche Aufwendungen der Einwohnergemeinde Biel im Zusammenhang mit der Abfallentsorgung und -verwertung gedeckt werden. Zu diesen Aufwendungen zählen insbesondere die Kosten für die Erstellung, den Betrieb, den Unterhalt und die Erneuerungen des Sammelbetriebs, die Kosten des Öffentlichkeitsarbeit, die Kosten der Beteiligung an Trägerschaften der Abfallentsorgung und -verwertung (insbesondere Müve Biel-Seeland AG), die Kosten der Verzinsung und Abschreibung des Anlagekapitals, usw.

 

2 Um die Eigenfinanzierung der separaten Kehrichtrechnung sicherzustellen, werden vorübergehende Ertragsüberschüsse oder Defizite über Reserven ausgeglichen.

 

Art. 25 - Ausgestaltung der Grundgebühr [16]

 

1 Die Grundgebühr wird wie folgt erhoben:

 

a.    Für Haushaltungen nach der Anzahl Zimmereinheiten

 

b.    Für Klein- und Mittelverursacher der Handels-, Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetriebe nach der Betriebsfläche der Klassen a, b und c des Gebührentarifes

 

c.    für Grossverursacher sowie Heime, Spitäler, öffentliche Anstalten und dergleichen nach Gewichtsmessungen der entsorgten Abfallmengen.

 

2 Der Gebührenrahmen beträgt:

 

a.    Für Haushaltungen Fr. 37.50 - Fr. 60.-- pro Zimmer und Jahr.

b.    Für Handels-, Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetriebe sowie Heime, Spitäler und öffentliche Anstalten [17]:

 

-     Klein- und Mittelverursacher

 

 

Kleinklasse:

 

 

 

 

bis 20 m2

 

Betriebsfläche Jahresgebühr

Fr. 17.00 - 34.00

 

von 21-500 m2

Betriebsfläche Jahresgebühr pro m2

Fr. 0.90 - 1.75

 

 

für die zusätzliche über 500 m2 messende Betriebsfläche gelten folgende Ansätze:

 

 

 

501 - 1'000 m2

Jahresgebühr pro m2

Fr. 0.75 - 1.50

 

1'001 - 2'500 m2

 

Jahresgebühr pro m2

Fr. 0.65 - 1.25

 

ab 2'501 m2

Jahresgebühr pro m2

Fr. 0.55 - 1.05

 

 

Mittelklasse:

 

 

 

 

bis 20 m2

 

Jahresgebühr

Fr. 30.00 - 60.00

 

von 21-500 m2

Betriebsfläche Jahresgebühr pro m2

Fr. 1.50 - 3.00

 

 

für die zusätzliche über 500 m2 messende Betriebsfläche gelten folgende Ansätze:

 

 

501 - 1'000 m2

Jahresgebühr pro m2

Fr. 1.40 - 2.70

 

1'001 - 2'500 m2

 

Jahresgebühr pro m2

Fr. 1.20 - 2.30

 

ab 2'501 m2

Jahresgebühr pro m2

Fr. 0.95 - 1.90

 

 

Grossklasse:

 

 

 

 

bis 20 m2

 

Jahresgebühr

Fr. 55.00 -107.50

 

von 21-500 m2

Betriebsfläche Jahresgebühr pro m2

Fr. 2.80 - 5.40

 

 

für die zusätzliche über 500 m2 messende Betriebsfläche gelten folgende Ansätze:

 

 

 

501 - 1'000 m2

Jahresgebühr pro m2

Fr. 2.30 - 4.55

 

ab 1'001 m2

Jahresgebühr pro m2

Fr. 2.00 - 3.85

 

-     Grossverursacher sowie Heime, Spitäler und öffentliche Anstalten

 

 

Für Grossverursacher sowie Heime, Spitäler und öffentliche Anstalten und dergleichen wird die zu entrichtende Grundgebühr aufgrund von Gewichtsmessungen der anfallenden Abfallmengen festgesetzt. Der Tonnenansatz der anfallenden Abfälle errechnet sich aus den jeweils vom Gemeinderat festgelegten Entsorgungskosten des Strasseninspektorates und beträgt zur Zeit Fr. 133.00 bis 261.00 pro Tonne.

 

3 Gebührenpflichtig für die Entrichtung der Grundgebühren sind die Grundeigentümer, die Baurechtsberechtigten und die Gemeinschaft der Stockwerkeigentümer.

 

4 Der Gemeinderat legt im Rahmen dieses Reglements den Gebührentarif für die Grundgebühr fest [18].

 

5 Die Fälligkeit und der Bezug der Gebühren richten sich nach den allgemeinen gebüh-renrechtlichen Bestimmungen der Stadt [19].

 

 

C. aufgehoben [20]

 

 

Art. 26 - aufgehoben [21]

 

 

D. Volumengebühr der Müve Biel-Seeland AG

 

 

Art. 27 - Volumengebühren [22]

 

1 Durch die Volumengebühren werden sämtlichen Aufwendungen der Müve Biel-Seeland AG für die von ihr erbrachten Leistungen abgedeckt.

 

2 Die Ansätze für die Gebührensäcke und Vignetten werden durch das zuständige Müve-Organ festgelegt und von der Müve Biel-Seeland AG wie folgt erhoben:

 

a.    Für Haushaltungen

 

-     

Gebührensäcke für

 

17 Liter Inhalt

-     

Gebührensäcke für

 

35 Liter Inhalt

-     

Vignette für

 

60 Liter Inhalt

-     

Vignetten für

 

110 Liter Inhalt / Kleinsperrgut

 

Die Volumengebühr wird pro Sack (Müve-Sack) entsprechend der Sackgrösse erhoben. Nicht offizielle Säcke sind mit einer entsprechenden Vignette (Müve-Vignette) zu versehen.

 

 

Die Gebühr für Kleinsperrgutabfuhr wird mittels Vignette (Müve-Vignette) erhoben. An Kleinsperrgutbündeln sind entsprechende Vignetten zu befestigen.

 

 

In Containern sind ausschliesslich offiziell gekennzeichnete Säcke (Gebühren-sack, Sack mit Vignette) zugelassen.

 

b.    Für Klein- und Mittelverursacher sowie Betriebe in mit Haushaltungen durchmischten Liegenschaften der Handels-, Dienstleistungs-, Industrie- und Gewerbebetriebe werden die Volumengebühren analog der Haushaltungen erhoben.

 

c.    Für Grossverteiler sowie Heime, Spitäler, öffentliche Anstalten und dergleichen werden die Volumengebühren pro Containerleerung mittels einer Container-Vignette erhoben. Diese Container werden speziell mit einem entsprechenden, dauerhaften Plastic-Aufkleber sowie mit dem Namen des Eigentümers gekennzeichnet.

 

Art. 28 - Bezug von Gebührensäcken und Vignetten [23]

 

1 Die Müve Biel-Seeland AG schliesst mit einem Sackhersteller Vereinbarungen ab über die Herstellung und den Vetrieb der Gebührensäcke und Vignetten, das Sortiment und die Kennzeichnung, die Ablieferung der Gebühren, die Entschädigung für den Vertrieb und weitere Einzelheiten.

 

2 Gebührensäcke und Vignetten können im privaten Handel und bei den von der Müve bezeichneten Verkaufsstellen zu einheitlichen Ansätzen bezogen werden.

 

Art. 29 - aufgehoben [24]

 

 

V. Schlussbestimmungen

 

 

Art. 30 - Vollzug

 

Massnahmen zur Schaffung oder Wiederherstellung des vorschriftgemässen Zustandes werden gemäss den Artikeln 44 und 45 des Gesetzes über Abfälle [25] durchgeführt.

 

Art. 31 - Ausschluss von der Abfuhr

 

Abfallsäcke und Kleinsperrgut ohne Gebührenkennzeichnung, Container ohne Container-Vignette, gemäss Artikel 26 Absatz 2, Buchstabe c, sowie schmutzige, defekte und überfüllte Behälter bzw. Container, werden von der Abfuhr ausgeschlossen und nicht entsorgt.

Art. 32 - Rechtspflege

 

1 Bei Streitigkeiten über die Bestimmungen dieses Reglements erlässt das städtische Tiefbauamt [26] eine Verfügung im Sinne von Artikel 49 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [27].

 

2 Bei Streitigkeiten über Gebührenforderungen gestützt auf den zugehörigen Gebührentarif erlässt die für Rechnungstellung und Inkasso zuständige Stelle eine Verfügung im Sinne von Artikel 49 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [28].

 

3 Für die Beschwerdeführung gegen Verfügungen im Sinne von Absatz 1 und 2 hievor gelten die Bestimmungen des kantonalen Abfallgesetzes (Art. 51 und 52) [29]. Gemeindeintern ist der Weiterzug ausgeschlossen.

 

Art. 33 - Widerhandlungen

 

1 Widerhandlungen gegen das Abfallreglement sowie gegen die gestützt darauf erlassenen Verfügungen werden mit Busse bis Fr. 1 000.-- bestraft, solche gegen Ausführungsvorschriften des Gemeinderates und gestützt darauf erlassene Verfügungen mit Busse bis zu Fr. 300.--. Das Dekret über das Busseneröffnungsverfahren in den Gemeinden [30] findet Anwendung.

 

2 Vorbehalten bleiben die Anwendung der kantonalen oder eidgenössischen Strafbestimmungen.

 

Art. 34 - Inkrafttreten

 

1 Das Abfallreglement mit Gebührentarif tritt per 1. Juli 1993 in Kraft. Die zu bezahlenden Kehrichtgebühren für die Monate Juli, August und September 1993 werden jedoch nach dem alten bis 30. Juni 1993 gültigen Gebührentarif berechnet und in Rechnung gestellt.

 

2 Mit dem Inkrafttreten werden alle früheren Vorschriften, die mit dem Reglement im Widerspruch stehen, aufgehoben. Insbesondere werden aufgehoben:

 

-     Reglement über die Kehricht- und Sperrgutabfuhr in der Gemeinde Biel vom 6. Dezember 1974;

 

-     Gebührentarif über die Kehricht- und Sperrgutabfuhr vom 3. August 1990.

 

 

Biel, 18. März 1993

 

 

Namens des Stadtrates von Biel

 

Der Stadtratspräsident:

Der Stadtschreiber:

Martin Widmer

Stefan Müller

 

 

Von der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern genehmigt am 21. Juni 1993.

 

 

 

 

Änderungen:

 

Datum der Änderung

Erlasse SGR

Geänderte Artikel

Inkrafttreten

 

 

 

 

20.11.1996

SGR 822.1

Art. 22-28, Art. 29 (aufgehoben)

13.07.2000

17.12.2014

SGR 822.1

Art. 25, Art. 26 (aufgehoben)

01.07.2015

 



[1]

Heute: Art. 29 des Gesetzes vom 18.06.2003 über die Abfälle (BSG 822.1)

[2]

Gemäss Art. 40 Ziff. 5 Bst. d i.V.m. Art. 14 Abs. 1 Bst. h der Stadtordnung vom 9.6.1996 (SGR 101.1) untersteht diese Regelung des Stadtrates neu dem fakultativen Referendum.

[3]

Heute: Abteilung Infrastruktur

[4]

Heute: Abteilung Infrastruktur

[5]

Heute: Abteilung Infrastruktur

[6]

Heute: Abteilung Infrastruktur

[7]

Heute "Amtlicher Anzeiger für Biel und Leubringen/Evilard" gemäss Gemeindebeschluss vom 05.06.2009

[8]

Heute "Amtlicher Anzeiger für Biel und Leubringen/Evilard" gemäss Gemeindebeschluss vom 05.06.2009

[9]

Heute: Müve Biel-Seeland AG

[10]

Heute: Abteilung Infrastruktur

[11]

Heute: Abteilung Infrastruktur

[12]

Heute: Abteilung Infrastruktur

[13]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 20.11.1996, in Kraft seit 13.7.2000

[14]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 20.11.1996, in Kraft seit 13.7.2000

[15]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 20.11.1996, in Kraft seit 13.7.2000

[16]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 20.11.1996, in Kraft seit 13.7.2000

[17]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 17.12.2014

[18]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 17.12.2014

[19]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 17.12.2014

[20]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 17.12.2014

[21]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 17.12.2014

[22]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 20.11.1996, in Kraft seit 13.7.2000

[23]

Fassung gemäss Stadtratsbeschluss vom 20.11.1996, in Kraft seit 13.7.2000

[24]

Stadtratsbeschluss vom 20.11.1996, in Kraft seit 13.7.2000

[25]

BSG 822.1

[26]

Heute: Abteilung Infrastruktur

[27]

BSG 155.21

[28]

BSG 155.21

[29]

BSG 822.1

[30]

Heute: Art. 58ff des Gemeindegesetzes vom 16.3.1998 (BSG 170.11)

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