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Erste Resultate der Altlasten-Untersuchungen im Mettmoos

(20.02.2015)

Im Juni des vergangenen Jahres hat der Gemeinderat einen Verpflichtungskredit von CHF 100'000.00 gesprochen für zusätzliche chemische Analysen von Proben aus Schächten und für Detailuntersuchungen zu Boden, Deponiegas und Grundwasser im Bereich der ehemaligen städtischen Deponie Mettmoos. Auf Grund der neuesten Erkenntnisse der potentiellen Gefährdung durch radiumhaltige Industrieabfälle wurde zudem mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) vereinbart, auch diesbezügliche Untersuchungen des Grundwassers durchzuführen. Die nun vorliegenden Resultate der mit dem kantonalen Amt für Wasser und Abfall (AWA) und dem BAG durchgeführten Untersuchungen zeigen nun, dass keine Gefahr besteht, dass aber in den kommenden Jahren gewisse Sanierungen durchgeführt werden müssen.

Die Deponie Mettmoos wurde zwischen 1937 und 1976 für die Kehrichtentsorgung der Stadt Biel verwendet, bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der MÜVE (damals MÜRA). Nach der Schliessung wurde die Deponie aufgefüllt und mit einer mindestens fünf Meter tiefen Schicht aus Erdreich (insbesondre Bauschutt und Aushubmaterial) zugedeckt. Es ist deshalb seit langer Zeit bekannt, dass sich an dieser Stelle Abfälle befinden.

In den vergangenen Jahren wurden in Absprache mit dem kantonalen Amt für Wasser und Abfall (AWA) die notwendigen Altlasten-Untersuchungen ausgeführt. Diese zeigten, dass das Grundwasser und der Orpundbach durch Schadstoffe aus dem Deponiekörper verschmutzt werden. Auf Grund der Voruntersuchungen gilt die ehemalige Deponie Mettmoos als sanierungsbedürftiger Standort im Sinne der Altlastenverordnung und sie ist auch im Kataster der belasteten Standorte (KbS) eingetragen.

Die Resultate der im letzten halben Jahr durchgeführten Detailuntersuchung liegen nun vor.

Resultate Detailuntersuchung
Die Detailuntersuchungen bezogen sich einerseits auf den Zustand des ursprünglichen Entwässerungssystems und anderseits auf die Analyse der Schadstoffe. Die Kanalfernseh-Aufnahmen zeigen, dass die alten Entwässerungssysteme der ehemaligen Deponie Mettmoos nicht mehr funktionstüchtig sind und das Deponie-Sickerwasser nicht mehr kontrolliert gefasst werden kann.

In den entnommenen Wasserproben des Entwässerungssystems, im Grundwasser und im Orpundbach wurden erhöhte Konzentrationen an chlorierten Lösungsmitteln und Ammonium gemessen. In einzelnen Schrebergärten wurden Bodenproben entnommen. In den analysierten Proben wurden erhöhte Schwermetall-Gehalte festgestellt. Mit den gemessenen Gehalten besteht aber keine Gefährdung für die Nutzerinnen und Nutzer. Deren Ursprung muss nicht mit der Deponie zusammenhängen, sondern kann auch über die Luft oder durch übermässigen Düngereinsatz in den Boden gelangt sein.

Im Deponiekörper wurden stark erhöhte Methan- und Kohlendioxid-Gehalte festgestellt. Methan und Kohlendioxid entstehen beim biologischen Abbau organischer Abfälle. In Leitungen und Kanalisationsschächten kann dies zu kritischen Gasansammlungen führen. Diesbezügliche Sicherheitsmassnahmen wurden aber bereits umgesetzt.

Auf Grund der Erfahrungen des letzten Jahres wurden zudem im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) Wasserproben auf Radium-226 untersucht. Die Resultate dieser Messungen im Grundwasser unter der ehemaligen Deponie Mettmoos haben zwar lokal Spuren von Radium-226 angezeigt, was den Rückschluss nahelegt, dass wahrscheinlich dort auch radiumkontaminierte Abfälle abgelagert wurden. Ein gesundheitliches Risiko für die Bevölkerung ist allerdings bei den geringen gemessenen Werten als äusserst unwahrscheinlich einzustufen. Alle Wasserproben unterschreiten den strengen Richtwert der EU für Radium-226 im Trinkwasser und stellen somit kein Risiko für die Gesundheit dar, zumal es in der weiteren Umgebung der Deponie Mettmoos gar keine Trinkwasserfassungen gibt. Jedenfalls wird das BAG weitere Messungen durchführen, analog den bereits gemachten Kontrollen in der ehemaligen Deopnie Lischenweg.

Nächste Schritte
Die Ziele und der Zeitpunkt der Sanierung werden zusammen mit dem kantonalen Amt für Wasser und Abfall (AWA) festgelegt. Anschliessend muss die für die Sanierung der Altlast optimale Variante ermittelt werden. Dabei müssen Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Auswirkungen auf die Umwelt der einzelnen Sanierungsmassnahmen beurteilt werden. Das Variantenstudium sieht zur Entscheidungsfindung gezielte Zusatzabklärungen vor. Für diesen Prozess ist mit einer Dauer von rund zwei Jahren zu rechnen. Sobald die optimale Variante bestimmt ist, wird ein konkretes Sanierungsprojekt erarbeitet.

Weitere Informationen erteilt:

Roger Racordon
Leiter Abteiung Infrastruktur
T: 032 326 16 53

Spezifische Informationen zu Radium-226 sind erhältlich beim

Bundesamt für Gesundheit
Frau Dr. S. Estier
T: 031 322 95 05
str@bag.admin.ch





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