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Gründung der Trägerschaft für einen Standort des Swiss Inno­vation Parks (SIP) in Biel/Bienne

(30.05.2013)

Wirtschaftsvertreter, die Berner Fachhochschule, der Kanton Bern und die Stadt Biel haben heute schweizweit die erste konkrete Umsetzung der Idee des Swiss Innovation Park vorgestellt. In den nächsten Wochen wird die Trägerschaft In­noCampus AG gegründet. Der Schulterschluss zwischen öffentlicher Hand, Pri­vatwirtschaft und Bildung bzw. anwendungsorientierter Forschung ist damit breit abgestützt.

Die Innovationskraft wird gestärkt, wenn Hochschulen und Wirtschaft in Forschung und Entwicklung am gleichen Ort eng zusammenarbeiten. Ein Innovationspark bietet dazu die besten Rahmenbedingungen. Die Vision eines Schweizer Innovationsparks ent­stand vor einigen Jahren. Die kantonale Volkswirtschaftsdirektion und die Stadt Biel haben bereits in einem frühen Zeitpunkt das Potenzial für den Standort Biel/Bienne er­kannt, die Initiative ergriffen und eine Machbarkeitsstudie für einen Innovationspark lanciert. Kanton und Stadt sind ebenfalls Gründungsmitglieder des nationalen Vereins Swiss Innovation Park. Regierungspräsident und Volkswirtschaftsdirektor Andreas Ri­ckenbacher ist von den Stärken der Region Biel überzeugt: „Die Realisierung eines In­novationsparks in Biel gehört zu meinen Legislaturschwerpunkten“.

Im Dezember 2012 hat das eidgenössische Parlament mit dem neuen Forschungs-und Innovationsförderungsgesetz (FIFG) die Grundlagen gelegt für die Schaffung und die finanzielle Unterstützung eines Netzwerks „Swiss Innovation Park“ (SIP) mit meh­reren regionalen Standorten. Unter Federführung der Volkswirtschaftsdirektorenkonfe­renz (VDK) werden zurzeit die Vorbereitungen getroffen für ein Ausschreibungsverfah­ren im Hinblick auf die Festlegung der ersten Standorte des SIP-Netzwerks bzw. auf einen Bundesbeschluss zur Finanzierung.

Der Standort Biel/Bienne hat nach Ansicht von Regierungspräsident und VDK-Vizepräsident Andreas Rickenbacher beste Voraussetzungen, sich im Zuge der für Ende 2013 / Anfang 2014 erwarteten Ausschreibungen für einen SIP-Standort gemäss dem revidierten FIFG gut zu positionieren. Dies auf der Basis der folgenden Stärken: 
 

  • Klares regionales Industrieprofil (Präzisions-, Maschinen- und Werkzeugin­dustrie mit den Anwendungsschwerpunkten Uhren, Medizinaltechnik)
  • Synergie eines Innovationsparks mit dem künftigen Campus der Berner Fachhochschule BFH 
  • Exzellent gelegene Landreserven im Gebiet Bahnhof-See, im direkten Um­feld des BFH-Campus 
  • Konkretes Geschäftsmodell

Die Gründung der regionalen Trägerschaft als AG (s. u. Vorstellung) sowie die starke Beteiligung der Privatwirtschaft unterstreichen den Anspruch, ein auf unternehmeri­sche Mehrwerte ausgerichtetes Geschäftsmodell zu realisieren. Flächen allein schaf­fen keine Innovation.
Auf der Basis vertiefter Abklärungen mit Unternehmen und Forschungsakteuren wurde die Strategie der InnoCampus AG im Sinne eines Leitbildes wie folgt definiert:

  • Der SIP-Standort Biel soll als Dienstleistungs- und Infrastrukturplattform Unternehmen und Forschungspartner aktiv für gemeinsame Projekte im Bereich der anwendungsorientierten technischen Innovation vernetzen.
     
  • Das entsprechende Angebot umfasst die Elemente Technologieplattfor­men, (Hardware / Bedienung), Innovations-Dienstleistungen, Initialisierung und Durchführung von Open-Innovation-Projekten, Ausbildungen sowie flexibel mietbare Flächen. Ein erstes Dienstleistungspaket im Bereich 3D­Prototyping in verschiedenster Materialisierung wird bereits im Laufe des 3. Quartals 2013 operativ. 
     
  • Der SIP-Standort Biel wird neben dem Aufbau eigener Dienstleistungen und Infrastrukturen und neben der Kooperation mit der BFH systematisch mit den wichtigsten Akteuren aus Forschung und Entwicklung auf eidge­nössischer Ebene zusammenarbeiten. Diesbezügliche Kooperationen auf der Basis konkreter Angebote sind mit der BFH, mit dem CSEM, mit der EMPA sowie mit den Eidg. technischen Hochschulen in Zürich und Lau­sanne in Vorbereitung bzw. in Verhandlung.

Stadtpräsident Erich Fehr unterstrich an der Informationsveranstaltung den politischen Willen der Stadt Biel, mit der Zurverfügungstellung von bestgelegenen Terrainreserven im Gebiet Bahnhof-See einem SIP-Standort auf der Sprachgrenze zwischen West- und Deutschschweiz auch mittelfristig beste Voraussetzungen zu schaffen. Erich Fehr wies darauf hin, dass die besondere Stärke des SIP-Standortes Biel die konsequente Aus­richtung auf die bestehende Wirtschaftsstruktur der Region Biel-Seeland-Berner Jura sein wird, deren Kompetivität dadurch weiter gestärkt werden soll.

Für den designierten Rektor der Berner Fachhochschule, Herbert Binggeli, stellt die Gleichzeitigkeit des Projektes für einen neuen Fachhochschul-Campus in Biel und des Aufbaus eines SIP-Standortes eine einmalige Gelegenheit für die Nutzung von Syner­gien dar.

Die politischen Behörden des Kantons Bern und der Stadt Biel vertreten die Interessen des Standortes Biel auch auf eidgenössischer Ebene, u.a. im Verein SIP. Regierungs­präsident Andreas Rickenbacher ist zuversichtlich, dass der Bund die Notwendigkeit anerkennen wird, neben der Spitzenforschung auf Ebene ETHZ und EPFL auch die anwendungsorientierte Innovationstätigkeit der schweizerischen KMU zu fördern. In diesem Bereich und mit Fokus auf die in der Region Bern/Jurasüdfuss konzentrierte, jedoch international tätige Uhren-/Präzisions-/Maschinenindustrie, kann der Netzwerk­standort Biel einen wichtigen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Wirtschaft leisten.

Vorstellung der InnoCampus AG:

Bis Ende Juni wird durch ein Kernaktionariat die InnoCampus AG als Trägerorganisa­tion für die künftigen Arbeiten und für die Bewerbung als SIP-Netzwerkstandort ge­gründet. Die Unternehmung wird mit CHF 500'000 Aktienkapital gegründet. Kanton Bern, Stadt Biel und die BFH beteiligen sich mit je 10% an der Firma. Aus der Privat­wirtschaft haben folgende Unternehmungen bzw. Unternehmerpersönlichkeiten be­reits zugesagt: 

  • A. Flury AG, Deitingen 
  • RMS Foundation, Bettlach 
  • Alfred Baertschi, Wichtrach 
  • Creaholic SA, Biel 
  • Innobe AG, Bern 
  • Felix Kunz, Solothurn 
  • AKROS AG, Biel 
  • Sputnik Engineering, Biel 
  • Schneeberger AG, Roggwil 
  • Estoppey-Reber, Aegerten 
  • MPS AG, Biel 
  • Fraisa AG, Bellach 
  • Solothurner Handelskammer, Solothurn

Der Kreis der privaten Aktionäre soll in den nächsten Monaten noch ausgeweitet wer­den.

Mit dem Aufbau bzw. der operativen Leitung der InnoCampus AG wurde der Solothur­ner Felix Kunz beauftragt. Der mehrfach erfolgreiche Technologie-Unternehmer, Preisträger des Unternehmerpreises des Kantons Solothurn, Head-Mentor KTI sowie VR-Präsident der fusionierten Technikerschule Biel-Grenchen ist sowohl in der Wirt­schaft als auch in der Bildungslandschaft breit vernetzt. Dem Verwaltungsrat der In­noCampus AG werden zum Start folgende Personen angehören: 

 

  • Marcel Aeschlimann, Managing Partner creaholic SA, Biel 
  • Prof. Dr. Herbert Binggeli, desiginierter Rektor BFH, Bern 
  • Thomas Gfeller, Wirtschaftsdelegierter, Stadt Biel (VR-Präsident) 
  • Denis Grisel, Leiter Standortförderung des Kantons Bern 
  • Felix Kunz, Unternehmer, Solothurn (VR-Delegierter)

Kurzfristiges Ziel der InnoCampus AG ist der Aufbau des operativen Geschäfts inklu­sive Suche nach geeigneten Räumlichkeiten und technischen Ausstattungen sowie die Vorbereitung der Kandidatur für einen SIP-Netzwerkstandort.

Die Investitionsfähigkeit des Unternehmens und mithin das Tempo des Aufbaus wird davon abhängen, wie schnell auf eidgenössischer Ebene die Umsetzungsarbeiten zum neuen FIFG und damit die Grundlagen für eine Mitfinanzierung durch den Bund vorankommen.

Kontakte für weitere Fragen 

  • Regierungspräsident Andreas Rickenbacher, T: 031 633 48 45 
  • Stadtpräsident Erich Fehr, T: 032 326 11 01 (erreichbar von 15.00 – 16.00 Uhr) 
  • Felix Kunz, des. VR-Delegierter InnoCampus AG, T: 032 621 80 50

Beilagen: 

  • Visualisierung Gebiet Bahnhof-See mit Campus- und SIP-Perimetern 
  • Folienpräsentationen 30.5.2013 
  • Foto: Vertreter öffentliche Hand / Wirtschaft und BFH vom 30. Mai 2013


Gründung der Trägerschaft für einen Standort des Swiss Innovation Parks in Biel, 30. Mai 2013


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