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Die Stadt Biel baut das Betreuungsangebot aus: Ab 2020 gibt es Kita-Gutscheine für alle Anspruchsberechtigten

(12.09.2019)

Der Gemeinderat hat die Einführung der Betreuungsgutscheine auf den 1. August 2020 beschlossen. Er will allen Familien, die Anrecht auf unterstützte Kinderbetreuung haben, Gutscheine ausstellen, und sieht von einer Begrenzung der Anzahl Gutscheine ab. Die Eltern können ab Frühjahr 2020 die Gutscheine bestellen. Damit wird es künftig keine Wartelisten mehr geben. Das Reglement zum Systemwechsel wird voraussichtlich im Dezember im Stadtrat behandelt.

Die Stadt Biel ist unter anderem dank dem umfassenden Betreuungsangebot attraktiv für Familien. Der Gemeinderat will den Systemwechsel bei der Finanzierung bei der Kinderbetreuung nutzen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Integration der Migrationsbevölkerung weiter zu fördern. Er hat entschieden, die Betreuungsgutscheine ohne eine Begrenzung einzuführen. Das bedeutet, dass die Anzahl der Gutscheine sich alleine nach der Nachfrage richten wird. Alle Eltern, welche die Bedingungen erfüllen und eine Unterstützung bei der Betreuung nachfragen, werden die entsprechenden Gutscheine erhalten. Der Kanton hat die Einführung der Betreuungsgutscheine im Februar 2019 beschlossen. Der Gemeinderat hatte sich in der Vernehmlassung kritisch dazu geäussert, unter anderem da dadurch Kosten vom Kanton zur Gemeinde verlagert würden.

Gemäss den Hochrechnungen wird durch den Systemwechsel die Anzahl subventionierter Kita-Plätze von heute 366 auf rund 600 Plätze ansteigen. Damit kann künftig die Betreuung von rund 1'000 Kindern in Biel von Kanton und Stadt unterstützt werden (die Differenz zwischen der Anzahl Plätze und Kinder ist darauf zurückzuführen, dass Kita-Plätze meistens von mehreren Kindern gleichzeitig belegt werden, da ein Kind im Durchschnitt nur rund 3 Tage pro Woche einen Kita-Platz besetzt). Sollten alle Eltern, die Anrecht auf einen Gutschein haben, diesen auch bestellen, wird dies den Anteil der Stadt Biel an den Kosten von heute 1,3 Millionen Franken pro Jahr auf rund 2,3 Millionen Franken pro Jahr erhöhen. Die zu erwartenden Finanzhilfen des Bundes können knapp 40% der Mehrkosten der Stadt während drei Jahren abdecken, d.h. 400'000 Franken pro Jahr. Der Gemeinderat ist sich bewusst, dass dies für die Stadt mit finanziellen Anstrengungen verbunden ist. Es ist aber der Auffassung, dass diese Investition gerechtfertigt ist, da sie der Sicherstellung gerechter Leistungen für die gesamte Bevölkerung dient und die Attraktivität Biels steigert. Der Kanton seinerseits rechnet damit, dass der Systemwechsel für die Kantonsrechnung kostenneutral ist.

Der Gemeinderat geht davon aus, dass das Angebot an Betreuungsplätzen in der Stadt Biel bei Kindertagesstätten und bei Tageseltern ausreichend ist, um die Nachfrage abzudecken. Es gibt heute insgesamt 710 Plätze in der Stadt Biel, davon 366 subventionierte Plätze. Gerechnet wird mit einem Bedarf von rund 600 subventionierten Plätzen. Im Gutscheinsystem werden private und städtische Kitas in direkter Konkurrenz stehen.

Als nächstes wird der Gemeinderat dem Stadtrat das Reglement für die Einführung der Betreuungsgutscheine vorlegen. Der Stadtrat wird das Reglement voraussichtlich in seiner Dezember-Sitzung diskutieren.


Weitere Auskünfte erteilen:

Cédric Némitz, Gemeinderat

Reto Meyer, Leiter Abteilung Schule und Sport

 

Betreuungsgutscheine
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat am 13. Februar 2019 die revidierte Verordnung über die Angebote der sozialen Integration (ASIV) sowie Direktionsverordnung über die Betreuungsgutscheine (BGSDV) genehmigt und diese auf den 1. April 2019 in Kraft gesetzt. Damit können im Kanton Bern Betreuungsgutscheine ausgegeben werden. Neu können die Eltern die Betreuungsgutscheine in der Kita ihrer Wahl einlösen. Der Kanton hebt damit die Kontingentierung auf. Gleichzeitig streicht er die Beiträge an Ausbildungsplätze und bindet eine Unterstützung stärker an das Arbeitspensum der Eltern. D.h. das Betreuungspensum richtet sich nach dem Arbeitspensum. Der Arbeitstätigkeit gleichgestellt sind die Arbeitssuche, eine berufsorientierte Aus- oder Weiterbildung, die Teilnahme an einem Integrations- oder Beschäftigungsprogramm und ärztlich bestätigte gesundheitlich bedingte Einschränkungen. Die Höhe der finanziellen Unterstützung richtet sich nach dem massgebenden Einkommen. Ab einem Jahreseinkommen von 160‘000 Franken werden keine Betreuungsgutscheine mehr ausgegeben.


 





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