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Gemeinsames Engagement der Privaten und der Stadt Biel für die Attraktivierung der Bieler Innenstadt als Erlebnis- und Aufenthaltsort

(22.01.2019)

Die Stadtzentren stehen im Zeitalter des Onlinehandels vor grossen Herausforderungen. 2018 wurde die Interessengemeinschaft (IG) Innenstadt von der Stadt Biel ins Leben gerufen. Sie dient als  Impulsgeberin und Motivatorin für eine gemeinsame Strategie zur Attraktivierung der Innenstadt. Das von der IG erarbeitete «Zukunftsbild» erläutert die für eine positive Entwicklung relevanten Bereiche und gibt die Stossrichtung für die Umsetzung vor. Erste temporäre Massnahmen werden bereits in diesem Sommer realisiert und weitere Projekte sind in Planung.

Es ist eine weltweite Entwicklung, die auch Biel trifft: Läden verschwinden, Lokale stehen leer, Dienstleistungen werden digitalisiert. Um lebendig und attraktiv zu bleiben, müssen sich die Stadtzentren neu erfinden; sie müssen deutlich mehr bieten als bisher und zum Erlebnis- und Aufenthalts- und Freizeitort werden. Die IG Innenstadt legt den Fokus auf die Bereiche öffentlicher Raum, Immobilien und Marketing und will die notwendigen Anpassungen lancieren und koordinieren. Insgesamt umfasst die IG rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Detailhandel, den Vereinigungen City Biel-Bienne und Nidaugassleist, der Gastronomie-, Bar- und Clubbetrieben sowie die Zuständigen für den öffentlichen Raum der Stadt Biel.

Das «Zukunftsbild» wurde von der IG verfasst, nachdem im ersten Arbeitsjahr die Bieler «Schwachstellen» sowohl seitens der IG als auch seitens externer Fachbüros analysiert worden sind: es mangelt an Aufenthaltsqualität und der Mensch muss mehr Raum erhalten. Das «Zukunftsbild» beschäftigt sich mit allen drei Handlungsfeldern und dient allen Betroffenen, der Stadt selber wie auch den Privaten, als Wegweiser für die konkrete Umsetzung.  Der Gemeinderat hat es an seiner letzten Sitzung im Dezember 2018 verabschiedet.

Der öffentliche Raum als Impulsgeber

Die Stadt selber ist für den öffentlichen Raum zuständig und geht mit gutem Beispiel voran: in den nächsten Jahren wird sie sich mit namhaften Investitionen engagieren und kurzfristig wird sie bereits ab diesem Sommer erste Massnahmen umsetzen: für die Marktgasse, Nidaugasse und den Unteren Quai sind zur Zeit Ideen in Evaluation, wie «sanft» – z.B. mit Mobiliar – die Verweilqualität verbessert oder die Möglichkeit zum Spielen gegeben werden kann. Diese ersten temporären Massnahmen dienen dazu, Erfahrungen zu sammeln und Impulse zu setzen. Ausschlaggebend wird auch sein, ob die Projekte bei der Bevölkerung und den Gästen auf Anklang stossen.

Weiter werden mittel- und langfristige Projekte einerseits im Planungsbereich, andererseits im Baubereich angegangen. Im Planungsbereich geniesst die Nutzungsstrategie Innenstadt für die öffentlichen Räume hohe Priorität. Sie ist die Grundlage für die künftigen Entscheide, welche Nutzung (Aufenthalt, Verkehrsformen) in welchen Innenstadtzonen möglich sein sollen. Parallel dazu laufen die Arbeiten für das Verkehrskonzept Innenstadt und den Sachplan Velo.

Bei den Bauprojekten wird im 2019 mit der Belagserneuerung des Zentralplatzes gestartet. Auch die Teilsanierung der Fassade des Kontrollgebäudes soll 2019 erfolgen.  Geplant ist weiter die Erneuerung der Beleuchtung in der Innenstadt und in der Altstadt. Diese Arbeiten erfolgen etappenweise im Zeitraum 2019-2021; begonnen wird in der Nidaugasse und in der Altstadt mit der Untergasse. Ebenfalls im 2019 wird die Esplanade Laure Wyss gestaltet und der Bevölkerung übergeben.

Eine umfassende Liste aller städtischer Projekte mit einem Investitionsvolumen von zwischen geschätzten CHF 50 und 70 Mio. findet sich im Anhang zu dieser Medienmitteilung.

Ein weiteres Thema ist die Bekämpfung der Lieblosigkeit: ein Leitfaden, der voraussichtlich ab Sommer in Kraft tritt, soll die Möblierung im öffentlichen Raum einheitlicher regeln. Die Aussenbereiche sind nicht nur die Visitenkarte eines jeden Betriebs, sie wirken sich auch auf das Stadtbild aus. Deshalb sollten diese Bereiche entsprechend einladend und gepflegt sein.

Liegenschaften in der Verantwortung der Privaten

Im Bereich Liegenschaften kann die IG lediglich beratend Einfluss nehmen. Sie arbeitet eng mit den bestehenden Organisationen wie KABIT, SIA oder der Denkmalpflege zusammen und auch hier wird zwischen kurzfristigen und langfristigen Massnahmen unterschieden.

Kurzfristig sind Zwischennutzungen das Gebot der Stunde: leerstehende Lokale werden für eine limitierte Zeit zwischenvermietet. Die Dienststelle Wirtschaft / Statistik der Stadt Biel hat in die dafür notwendigen Instrumente investiert und z.B. Musterverträge für Pop-Up-Nutzungen erstellt. Mit einer flächendeckenden Kampagne konnte festgestellt werden, dass das Interesse für Zwischennutzungen aus der ganzen Region besteht und das Modell «Pop Up» auch für Biel eine Bereicherung wäre. Leider aber konnte bis heute trotz grossem Engagement der IG keine Zwischennutzung vermittelt werden. Es ist offenbar noch nicht gelungen die Liegenschaftsbesitzerinnen und -besitzer davon zu überzeugen, dass der für sie damit verbundene Aufwand auf längere Sicht eine wichtige Investition in eine lebendige Innenstadt ist.

Langfristig wird es notwendig sein, Liegenschaften zu modernisieren, wenn die Rendite auch in Zukunft stimmen soll. Konkret heisst das, dass die Stadtimmobilie der Zukunft über attraktive Wohnungen in den oberen Etagen verfügt und im Erdgeschoss über ein kleineres, bezahlbares Ladenlokal. Am 21. Januar fand eine entsprechende Infoveranstaltung statt, von der IG initiiert und in Zusammenarbeit mit SIA, KABIT und der Denkmalpflege durchgeführt.  Dem Anlass sind rund 70 Personen gefolgt.

Marketing – gemeinsam für ein attraktives Stadtzentrum

In diesem Bereich hat die IG im November 2018 zum Anlass «Digitalisierung der Bieler Innenstadt» eingeladen. Das Fazit der über 30 Anwesenden Detaillisten war, dass ein gemeinsames «Schaufenster» für die Innenstadt fehlt. Die IG prüft nun zusammen mit der Stadt, mit City-Biel-Bienne und Tourismus Biel-Seeland die Machbar- und Finanzierbarkeit einer modernen und attraktiven Plattform für das Einkaufen und Erleben. Die Stadt Biel wird sich an der Finanzierung beteiligen, sofern von privater Seite das gleiche Engagement erbracht wird. City Biel-Bienne wird eine neue, digitale Fassung der heutigen Einkaufsgutscheine auflegen.

Im Frühling 2020 soll die Bieler Innenstadt der Zukunft - vorläufig für drei Tage - Realität werden: ein Themenfestival voller Denkanstösse und Projekte im Sinne einer «Zeitreise» soll zeigen, wie das Stadtzentrum belebt werden soll. Der Anlass lädt alle Betroffenen und Interessierten ein, sich mit konkreten Ideen zu beteiligen und zukunftsweisende Impulse zu setzen. Sofern der Anlass von Privater Seite mitgetragen wird, wird im Februar über die definitive Durchführung dieser «Reise in die Zukunft» entschieden.

Weitere Auskünfte erteilen:

Erich Fehr
Stadtpräsident
T: 032 326 11 01

Karin Rickenbacher
Leitung Geschäftsstelle IG Innenstadt
T: 079 427 96 50

 

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