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Zweisprachigkeit auf der A5: Treffen mit Bundesrätin Doris Leuthard

(08.02.2018)

Der Gemeinderat von Biel, Nationalrat Manfred Bühler, das Forum für die Zweisprachigkeit und der Rat für französischsprachige Angelegenheiten des zweisprachigen Amtsbezirks Biel (RFB) haben den Bund ersucht, bei der Signalisation der Autobahnumfahrung von Biel der Zweisprachigkeit Rechnung zu tragen. Sie haben sich mit Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des UVEK, und Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen, über mögliche Verbesserungen ausgetauscht. In einem ersten Schritt sollen neun Schilder mit der Beschriftung «Biel» durch Schilder mit der Beschriftung «Biel/Bienne» ausgetauscht werden. Unterschiedliche Auffassungen bestehen noch in Bezug auf weitere Schilder, den Terminkalender und die Finanzierung.

Das Treffen wurde mit der Unterstützung von Nationalrat Manfred Bühler, der eine entsprechende Motion eingereicht hat, organisiert. Es fand Ende Januar 2018 in Bern statt und führte zu zwei Feststellungen: Einerseits hat die Signalisation auf Nationalstrassen den Anforderungen Lesbarkeit und Sicherheit Rechnung zu tragen; andererseits ist Zweisprachigkeit als solche auf Autobahnen nicht verboten, und ihre Einhaltung ist für die Region Biel unverzichtbar.
 

«Biel»-Schilder zuerst ersetzen
Die Vertreter der Region haben die besondere Eigenschaft der Bieler Zweisprachigkeit mit einer wachsenden französischsprachigen Bevölkerung, die 42 Prozent der Gesamtbevölkerung aus-macht, betont. Die Stadt hat zwei Amtssprachen und heisst seit 2004 auch offiziell «Biel/Bienne». Die Delegation aus der Region hat an die Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit dieser Zweisprachigkeit erinnert. Die Zweisprachigkeit Biels muss auch von aussen sichtbar sein, namentlich im Strassen- und Bahnverkehr. Auf allen Verkehrsschildern steht die zweisprachige Beschriftung «Biel/Bienne», ausser auf einem Teil der Umfahrung Biel.

Der Bund ist sich des Problems bewusst und will im Rahmen des Rechts und der Verkehrssicher-heit nach Lösungen suchen. Er schlägt vor, in einem ersten Schritt neun Verkehrsschilder zu ersetzen, auf denen nur «Biel» steht. Dies könnte bereits 2018 erfolgen, sofern die Finanzierung gesichert ist (rund 20 000 Franken). Andernfalls hat der Bund zugesagt, die Schilder je nach Abnutzung und Schäden im Verlauf der nächsten Jahre zu ersetzen. Da auf den meisten Verkehrsschildern «Biel/Bienne» steht, handelt es sich für die Vertreterinnen und Vertreter der Region bei den Schil-dern mit der Beschriftung «Biel» jedoch um einen Fehler, der umgehend und auf Kosten der zuständigen Behörden behoben werden muss.

Einbindung der Kantonspolizei
Gemäss Bund leiden bei langen Beschriftungen die Lesbarkeit und die Sicherheit, namentlich in Tunnel. Die zweisprachige Beschriftung von Verkehrsschildern, auf denen auch Stadtquartiere oder geografische Angaben stehen (wie z. B. «Bözingenfeld» oder «Biel Süd»), muss sicherheitstechnisch evaluiert werden; dasselbe gilt für den Vorschlag alternierender Beschriftungen auf Deutsch und Französisch. Der Bund verweist dabei auf seine Verantwortung im Falle von Unfällen. Er wird sich in den kommenden Monaten auch mit der Berner Kantonspolizei austauschen, um zu beurteilen, welche Auswirkungen die Beschriftungen auf die Sicherheit, die Automobilisten und die Rettungsdienste haben. Die Ergebnisse sollten im Herbst vorliegen.

Längerfristig schlägt der Bund vor, das auf dem Ost-Ast festgestellte sprachliche Ungleichgewicht (fast ausschliesslich deutschsprachige Signalisation) zu korrigieren, indem die Signalisation auf dem West-Ast mehrheitlich französischsprachig sein soll. Die Vertreter der Region Biel haben eine Lösung deutlich abgelehnt, da sie offensichtlich dem gelebten Verständnis der Zweisprachigkeit der Stadt Biel widerspricht. Sie begrüssen aber den Willen, das auf der gesamten Umfahrung bestehende sprachliche Ungleichgewicht zu korrigieren. Die Stadt Biel, der RFB, das Forum für die Zweisprachigkeit und Nationalrat Manfred Bühler haben mit Bundesrätin Doris Leuthard und ihren Dienststellen vereinbart, dass sie das Dossier gemeinsam weiterverfolgen werden, damit eine akzeptable Lösung gefunden werden kann, die der Verkehrss-cherheit und den Amtssprachen Rechnung trägt.

Weitere Auskünfte erteilen:

Stadt Biel: Barbara Schwickert, Gemeinderätin Biel, Tel. 032 326 16 01
 

RFB: Pierrette Berger-Hirschi, Präsidentin, Tel. 079 287 47 15, oder David Gaffino, General-sekretär, Tel. 031 633 75 55 oder 079 957 20 57
 

Forum für die Zweisprachigkeit: Virginie Borel, Geschäftsführerin, Tel. 032 323 22 80 oder 078 661 89 75





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