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Grundlagen für die Entwicklung der Genossenschaftssiedlungen

(12.12.2017)

Die Bieler Stadtplanung hat den genossenschaftlichen Liegenschaftsbestand auf städtischen Baurechtsparzellen gründlich analysiert. Im heute publizierten Schlussbericht «Entwicklungspotenziale Bieler Genossenschaftssiedlungen» werden Empfehlungen und Handlungsansätze für mittel- bis längerfristige Erneuerung und Weiterentwicklung solcher Siedlungen aufgezeigt.

Die Bereitstellung eines qualitativ überzeugenden und gleichzeitig eschwinglichen Wohnraumangebotes ist ein zentrales Anliegen einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Der gemeinnützige Wohnungsbau kann in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle übernehmen. Der Bund hat das Projekt als eines von fünf Modellvorhaben im Themenbereich «Ausreichendes und bedürfnisgerechtes Wohnangebot schaffen» unterstützt. Ziel des Bieler Modellvorhabens war es, ein fundiertes und umfassendes Bild über den genossenschaftlichen Gebäudebestand und dessen Verdichtungspotenzial auf den Baurechtsgrundstücken der Stadt zu erhalten.

Die Anzahl der Genossenschaftssiedlungen kann – im Sinne einer haushälterischen
Bodennutzung – auch durch eine innere Verdichtung gefördert werden. Zahlreiche dieser Siedlungen haben einen hohen Identifikationswert für die Bewohnerinnen und Bewohner, sind stark quartierprägend und teilweise denkmalpflegerisch geschützt. Um in diesem Spannungsfeld eine sachgerechte Interessenabwägung durchzuführen, wurde eine Raumanalyse mit einer Vielzahl von Kriterien, wie baulicher Zustand, denkmalpflegerische Aspekte, Bevölkerungsstruktur und sozialer Zusammenhalt durchgeführt. Insgesamt wurden rund 80 Genossenschaftssiedlungen untersucht. Auf Grundlage dieser Analyse wurde das Erneuerungs- und Erweiterungspotenzial der genossenschaftlichen Liegenschaften im Baurecht der Stadt Biel ausgelotet.

Das Bieler Modellvorhaben hatte nicht nur zum Ziel, Verdichtungs- und
Erneuerungspotenziale aufzuzeigen, sondern in Zusammenarbeit mit den Genossenschaften auch konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Diese variieren von gesamtheitlichem Erhalt bis zu Ersatz oder Totalsanierung. Sie dienen einerseits als Grundlage für die konkretere Planung und Weiterentwicklung jeder einzelnen Siedlung und zeigen anderseits eine Gesamtstrategie für eine langfristige Siedlungsentwicklung der Genossenschaften auf.

Die Analyse hat gezeigt, dass in den Gebieten «Mösli», «Geyisried-Fröhlisberg» und
«Geyisried-Nord» das grösste Erneuerungs- und Verdichtungspotenzial besteht. Die
Resultate des Modellvorhabens haben zudem verdeutlicht, dass einige Siedlungen stark identitätsstiftend für das Quartier sind und, trotz tiefem Nutzungsgrad, erhalten bleiben sollen.
Auch diese Erkenntnis ist ein wichtiges Resultat und gewährt den betroffenen
Wohnbaugenossenschaften Planungssicherheit. Mit den Ergebnissen des Modellvorhabens ist die Grundlage für die Weiterentwicklung der Bieler Genossenschaftssiedlungen geschaffen.

Parallel zur Bearbeitung des Modellvorhabens wurde der gemeinnützige Wohnungsbau auch politisch verstärkt zum Thema. Der Stadtrat hat im Juni 2016 das Reglement zur Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus beschlossen. Darin spricht sich die Stadt für eine Erhöhung des Anteils gemeinnütziger Wohnungen am gesamten Wohnungsbestand auf 20 % bis ins Jahr 2035 aus. Mit der im August 2017 vom Stadtrat verabschiedeten Spezialfinanzierung für die Unterstützung von Planungsvorhaben von Wohnbaugenossenschaften soll dieses Anliegen gestärkt werden.

Der Schlussbericht zum Modellvorhaben mit detaillierten Informationen zu den einzelnen Siedlungen ist unter «Wohnbaugenossenschaften» zu finden.

Weitere Auskünfte erteilt:

Florence Schmoll
Leiterin Abteilung Stadtplanung der Stadt Biel
T: 032 326 16 21





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