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Attraktivierung der Bieler Innenstadt als Einkaufs- und Erlebnisstandort: Gemeinsames Aktionsprogramm der Stadt Biel und der privaten Innenstadt-Akteure

(11.09.2017)

Der Gemeinderat will die Bieler Innenstadt zu einem attraktiven Einkaufs- und Erlebnisstandort machen. Dazu wird er gemeinsam mit den privaten Akteuren der Innenstadt ein mehrjähriges Aktionsprogramm umsetzen.

Die Bieler Innenstadt soll eine urbane Zone mit hoher architektonischer Qualität bleiben. Sie soll Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens sein und als Visitenkarte der Stadt attraktive Einkaufsund Erlebnismöglichkeiten bieten. All diese Qualitäten sollen mit dem vom Gemeinderat verabschiedeten Projekt langfristig gesichert und gestärkt werden. Das Projekt umfasst eine Strategie und ein Aktionsprogramm, welche auf der Grundlage einer durch die «Gesellschaft für Standortanalyse und Planungen GSP AG» Zürich durchgeführten Analyse entwickelt wurden.

Das mehrjährige Aktionsprogramm umfasst mehrere aufeinander abgestimmte Massnahmen, welche in einem nächsten Schritt gemeinsam mit den privaten Akteuren der Innenstadt (Liegenschaftseigentümer, Geschäftsinhaber, Leiste etc.) konkretisiert werden:

  • Durchführung eines «dialogbasierten Ideenfindungsprozesses» zur Attraktivierung des öffentlichen Raums zwischen Bahnhof und Altstadt (bspw. verkehrliche Optimierung);
  • Weitsichtige Liegenschaftserneuerungen (bspw. «digitale Shopbörse», Fachberatung Liegenschaftsentwicklung);
  • Marketing für Detailhandels- und Erlebnisangebote (bspw. Angebotsverbesserungen);
  • Verstärkung des soziokulturellen Angebots in der Innenstadt.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass die engagierte Zusammenarbeit zwischen privaten Interessenten und der öffentlichen Hand zum Erfolg führen wird. Dies soll namentlich durch eine entsprechende Projektorganisation bewirkt werden. Konkret initiiert die Stadt Biel die Gründung einer IG Innenstadt, in welcher sich alle Interessenvertretungen und Betroffenen aus den Bereichen Detailhandel, Liegenschaftseigentümer, Verwaltung, Kultur und Freizeit etc. zusammenfinden. Die IG Innenstadt wird vom Stadtpräsidenten geleitet und bestimmt aus ihren Mitgliedern einen «Lenkungsausschuss». Dieser hat zur Aufgabe, das Aktionsprogramm zuhanden der Meinungsbildung und politischen Abstützung in der IG Innenstadt zu konkretisieren (Massnahmen, Verantwortlichkeiten, Termine, Budgets). Daneben wird eine Geschäftsstelle eingesetzt, welche die IG Innenstadt und den Lenkungsausschuss administrativ und inhaltlich unterstützt. Eine erste
Tranche des Aktionsprogramms sollte durch die IG Innenstadt bis im Frühjahr 2018 erarbeitet werden.

Weitere Auskünfte erteilen:

Erich Fehr
Stadtpräsident
T: 032 326 11 01

Dr. Hans Naef
GSP Gesellschaft für Standortanalysen und Planungen AG
T: 044 422 06 11


Gründe für eine Analyse der Bieler Innenstadt:
Im Jahr 2016 hat der Gemeinderat die Durchführung einer fundierten Analyse zu Stand, Risiken und Chancen der Bieler Innenstadtentwicklung beschlossen. Dafür ausschlaggebend waren folgende Elemente:

  • Allgemeine Veränderungen des Einkaufsverhaltens (Internet) und der Strategien im Detailhandel (Konsolidierung) in den letzten Jahren
  • Ladenleerstände in Biel sowie Berichte aus anderen Städten über zunehmende Ladenleerstände bzw. Umsatzrückgänge auch an guten Lagen (beispielsweise Zürcher Bahnhofstrasse)
  • Neue, innovative Ansätze für den Wandel von Ladenflächen zu Erlebnisstandorten im In- und Ausland
  • Überprüfung des Handlungsbedarfs bezüglich Innenstadtattraktivierung nach rund 20 Jahren seit der letzten grossen Initiative (diverse Infrastruktur- und Marketingmassnahmen imHinblick auf die Expo.02)
  • Motion 20140292, Peter Moser und Cécile Wendling, FDP «Innenstadt-Attraktivierung II (oder «Rettet die Innenstadt»)» vom Stadtrat am 15.10.2015 als Postulat erheblich erklärt.

Mit der Durchführung der Analyse wurde die Gesellschaft für Standortanalysen und Planungen GSP AG Zürich beauftragt.

Wichtigste Ergebnisse der GSP-Bestandsaufnahme:

  • Der Strukturwandel im Detailhandel ist voll im Gang. Vorübergehende Leerstände und andere Transformationserscheinungen werden in den Innenstädten zur Gewohnheit werden - nicht nur in Biel.
  • Das «Geschäftsmodell Innenstadt» steht zur Debatte. Die Städte und Akteure müssen neue Antworten bzw. Angebote finden, um ihre Stellung als Anziehungs- und Treffpunkte im urbanen Raum halten zu können.
  • Die Stadt Biel ist bezüglich der Chancen und Risiken, welche dieser Strukturwandel beinhaltet, grundsätzlich keine Ausnahmeerscheinung.
  • Die wichtigsten objektiven Parameter für Standortattraktivität aus Sicht des Detailhandels (Erschliessung, Parkierungsangebot, Frequenzen) sind in Biel intakt.
  • Der Angebotsmix ist vor dem Hintergrund des gesamtwirtschaftlichen Umfelds der Region gut.
  • Allerdings gibt es in Biel Faktoren, die die Risiken zusätzlich akzentuieren, die aber nicht oder nicht kurzfristig verändert werden können (Länge und Struktur der «Einkaufsachse» zwischen Bahnhof und Altstadt, Wirtschaftsstruktur mit vergleichsweise kleiner Kaufkraft).
  • Gemäss einer flächendeckenden Umfrage besteht bei den Detailhändlern in der Bieler Innenstadt eine insgesamt realistische Einschätzung bezüglich der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken ihres Standortes.

Wichtigste Empfehlungen aus dem GSP-Bericht:

  • Es gibt keinen «Befreiungsschlag», mit dem sich die Stadt Biel vor den negativen Auswirkungen des Strukturwandels kurzfristig absichern könnte.
  • Für die künftige Entwicklung der Bieler Innenstadt wird es entscheidend sein, dass sie ein qualitativ hochwertiges Umfeld für einen nachhaltigen Nutzungsmix bietet, wobei unter «nachhaltig» eine gute Balance zwischen traditionellen Ladenflächen und weiteren Nutzungen (Showrooms, Freizeit, Dienstleistungen, Wohnen) verstanden wird.
  • Die verschiedenen Akteure im Umfeld der Innenstadtentwicklung (Detailhändler, Liegenschaftseigentümerinnen/-eigentümer, Behörde) bilden eine Schicksalsgemeinschaft.
    Keine einzelne Gruppe kann die Herausforderungen alleine meistern, auch die politische Behörde nicht.
  • Flankierend entscheidend ist auch die übergeordnete Standortentwicklung Biels (Entwicklung der Arbeitsplätze, des Infrastrukturangebotes und der allgemeinen Lebensqualität). Diese Elemente sind jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Strategie, sondern stehen im Fokus anderer politischer Führungsinstrumente des Gemeinderates (Legislaturziele, Strategieprozess parallel zur Revision der Stadtordnung).




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