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Aufwertung im Zentrum von Madretsch

(14.11.2016)

Auf dem südlichen Schnyder-Areal im Zentrum von Madretsch hat die Stadt Biel zusammen mit der Haupteigentümerin des Areals ein Planungsverfahren lanciert. Mit einer Testplanung wurde ein städtebauliches Konzept für das als «Kreuzplatz-Nord» bezeichnete Gebiet entwickelt. Die Neubebauung ermöglicht eine Aufwertung des Quartierzentrums mit qualitätsvoller Verdichtung. Für die auf dem entwickelten städtebaulichen Konzept basierende Anpassung der baurechtlichen Grundordnung wird in den nächsten Tagen das öffentliche Mitwirkungsverfahren gestartet.

Das Areal «Kreuzplatz-Nord» umfasst das Gebiet zwischen dem Kreuzplatz und den nördlich davon gelegenen ehemaligen Produktionsgebäuden der Seifenfabrik Schnyder. Dieser Bereich wurde in den letzten Jahren vornehmlich zur Parkierung und als Lagerfläche genutzt und weist daher aus städtebaulicher Sicht ein hohes Aufwertungspotenzial auf. Das gleiche gilt für die Gebäude an der Madretschstrasse südlich davon.

Das hohe Potenzial für eine städtebauliche Entwicklung dieses Areals haben die Stadt Biel und die Hauptgrundeigentümerin des Areals, die Gebrüder Schnyder & Cie. AG erkannt. Gemeinsam führten sie deshalb im Jahr 2012 eine Testplanung durch. Diese sollte aufzeigen, wie das Areal qualitativ hochwertig neu bebaut und aufgewertet werden kann. Vier qualifizierte Bieler Architekturbüros wurden im Rahmen der Testplanung eingeladen, Vorschläge für die Entwicklung des Areals zu erarbeiten. Ein Beurteilungsgremium, bestehend aus Vertretern der Stadt und der Gebrüder Schnyder & Cie. AG, sowie aus unabhängigen Fachleuten, evaluierte am Schluss des Verfahrens die erarbeiteten Konzeptvorschläge. Es empfahl, den Beitrag von Kistler Vogt Architekten der städtebaulichen Weiterentwicklung des Areals zu Grunde zu legen.

Das städtebauliche Konzept sieht eine neue, strassenbegleitende Bebauung entlang der Madretschstrasse vor. Diese schafft einen städtebaulichen Abschluss dieser Achse und mit seinem gewerblich genutzten Erdgeschoss einen Bezug zum öffentlichen Raum. Im ruhigeren Hofbereich ist ein zweiter Neubau in Form eines 14-geschossigen Hochhauses vorgesehen. Dieses ist so positioniert, dass die benachbarten Wohnnutzungen nicht durch übermässigen Schattenwurf beeinträchtigt werden. Ebenfalls bietet der Hof Platz zur Schaffung von qualitativ hochwertigen Aussenflächen, welche dem Aufenthalt und als Spielplatz für die bestehenden und neuen Nutzer des Areals dienen sollen. Die neuen Gebäudevolumen lassen eine gemischte Nutzung mit Wohnen und Gewerbe zu: In den Erdgeschossen sind durchgehend gewerbliche Nutzungen vorgesehen, was einer Belebung der öffentlichen und halböffentlichen Räume zuträglich ist. In den Obergeschossen kann Wohnraum in zentraler Lage geschaffen werden.

Auf der Basis des entwickelten städtebaulichen Konzepts ist eine Anpassung der baurechtlichen Grundordnung der Stadt Biel erarbeitet worden. Konkret wird die für das Areal bereits heute geltende Zone mit Planungspflicht (ZPP) 2.1 «Kreuzplatz-Nord» überarbeitet. Die ZPP legt die Grundsätze der Überbauung für den Perimeter fest und verankert das Resultat der Testplanung in der baurechtlichen Grundordnung. Insbesondere werden die möglichen Nutzungen, die Geschosszahl und mögliche Ausnutzung festgelegt, aber auch Grundsätze zur Erschliessung und Parkierung, zur architektonischen Gestaltung und zum Umgang mit der im Bauinventar enthaltenen Villa Schnyder. Basierend auf der ZPP wird zurzeit eine Überbauungsordnung erarbeitet, welche die Bebauung im Detail regelt.

Für die Teiländerung der baurechtlichen Grundordnung der Stadt Biel im Bereich «Kreuzplatz-Nord» (ZPP 2.1) wird zwischen dem 16. November und dem 16. Dezember das öffentliche Mitwirkungsverfahren durchgeführt. In dessen Rahmen können sich alle Interessierten über die Inhalte der Planung informieren und dazu Stellung nehmen. Die Unterlagen können während dem Mitwirkungsverfahren bei der Stadtplanung Biel im Kontrollgebäude (Zentralstrasse 49, 5. Stock) eingesehen werden.

Weitere Auskünfte erteilen:

Erich Fehr
Stadtpräsident Biel
T : 032 326 11 01

Florence Schmoll
Leiterin der Abteilung Stadtplanung der Stadt Biel
T : 032 326 16 35

Beilage:
Informationsflyer für das Mitwirkungsverfahren





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